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Donnerstag, 14.06.2007
Datenschützer: "Welle an Überwachung" kommt auf uns zu

An der gestern in Luzern durchgeführten Frühjahrstagung von PRIVATIM, der Vereinigung der schweizerischen Datenschutzbeauftragen, wurden die Auswirkungen der Videoüberwachung diskutiert. Nach Schätzung der Datenschützer sind in der Schweiz eine halbe Million Überwachungskameras im Einsatz. Tendenz steigend. Die Ausbreitung der Videoüberwachung beeinträchtige zunehmend die Privatheit der Bürgerinnen und Bürger, kritisiert die Organisation.
 
PRIVATIM verlangt, dass die datenschutzrechtlichen Vorgaben beim Einsatz von Videoüberwachungsmassnahmen "strikt eingehalten werden". Die Datenschützer befürchten, dass das Eingriffspotenzial in die Privatheit der Bürgerinnen und Bürger in Zukunft zunehmen wird, weil die technologischen Möglichkeiten der Videoüberwachung heute noch nicht ausgeschöpft sind.
 
In einem Interview mit dem 'Tages-Anzeiger' sagte der Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich, Bruno Baeriswyl: "Die Überwachungstechnologie wird in Zukunft wirklich gefährlich; wenn alles automatisiert ist, Gesichtserkennung möglich wird, Bilder mit Datenbanken abgeglichen und mit anderen Technologien kombiniert werden können." Da heute die Akzeptanz für Videoüberwachung sehr hoch sei und sie allgemein als harmlos eingeschätzt werde, realisiere die Öffentlichkeit nicht, welche "Welle an Überwachung" auf sie zurolle. (mim)
 
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