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Freitag, 12.12.2008
Swisscom in der Kritik: "Nichts funktionierte!"

100'000-Euro-WLAN mit Problemen - Swisscom bedauert
 
Der Veranstalter der grössten europäischen Web-Konferenz 'LeWeb', die Anfangs Woche in Paris stattfand, übt massive Kritik an Swisscom. Trotz einem Budget von 100'000 Euro ist es dem Telekommunikationskonzern während der zweitätigen Konferenz nämlich nicht gelungen, ein stabiles, funktionsfähiges WLAN-Netz zur Verfügung zu stellen. So mussten die rund 1600 Teilnehmer aus 26 Ländern über weite Strecken ohne Internetverbindung auskommen, wie auch in der wöchentlichen Kolumne von BloggingTom bei inside-it.ch zu lesen war. Veranstalter Loic Le Meur äussert sich dementsprechend enttäuscht in seinem Blog: "Nichts funktionierte, es war total unprofessionell und ist inakzeptabel von einem so bedeutenden Lieferanten wie Swisscom."
 
Le Meur merkt zwar an, dass wohl kein Lieferant viel Erfahrung darin habe, ein WLAN für eine solch grosse Anzahl an Besuchern zu realisieren. Trotzdem sei es eine Schande, dass es Swisscom noch nicht einmal geschafft habe, die 100mbps-Verbindung für den kabelgestützten Internetzugang zu garantieren. "Und noch viel schlimmer, dass sie es nicht geschafft haben, das Problem während der zwei Tage zu beseitigen", so Le Meur weiter in seinem Blog.
 
Swisscom bedauert
Gegenüber inside-it.ch bedauert Swisscom-Mediensprecher Sepp Huber, dass die hohen Ansprüche der Nutzer und des Veranstalters nicht erfüllt werden konnten. Swisscom analysiere derzeit die Ursachen. Huber legt aber Wert auf die Feststellung, dass die Konnektivität entgegen anders lautenden Berichten über 80% der beiden Eventtage gewährleistet war und am zweiten Konferenztag nahezu reibungslos funktionierte. Die Konferenz hätte ein sehr komplexes Netz mit bis zu 1000 gleichzeitigen Internetnutzern erfordert, darunter seien auch viele "ausgesprochene Geeks und auch einige Hacker" gewesen. Abschliessend weist Huber auch darauf hin, dass Swisscom bei der Bereitstellung von Datennetzwerken im Ausland auch von externen Lieferanten abhängig sei und deshalb bis zu Beginn des zweiten Konferenztages leider nicht auf die effektiv benötigte drahtgebundene Konnektivität von 100Mbps zugreifen konnte. (Tom Brühwiler)
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