Endlich OS-X auf dem PC

Brack lanciert eine kleine Box, mit der sich alternative Betriebssysteme auf einem Windows-PC installieren lassen.
 
Seit längerem gibt es Software, mit der sich ein PC "virtualisieren" lässt. Gemeint ist damit, dass gleichzeitig mehrere Betriebssysteme auf der Maschine laufen, so dass man beispielsweise Windows-Software auf einem Apple-Computer benützen kann. Bei neueren Apple-Computer ist dieses Feature (mit dem etwas seltsamen Namen "Boot Camp") gleich vorinstalliert. Bei Windows-Computern ist die Installation und der Betrieb der Virtualisierungssoftware allerdings nicht ganz einfach.
 
Nun vertreibt der Online-Händler Brack ein kleines Kistchen (Bild), mit dem man, zumindest gemäss Pressemitteilung, den gleichen Effekt einfacher erreichen kann. Das EFI-X genannte Gerät wird an einen internen (!) USB-Anschluss auf die Hauptplatine des Computers gesteckt (und anschliessend mit dem mitgelieferten Klebeband angeklebt). "Nach einigen Einstellungen im BIOS des Systems ist der Benutzer in der Lage, Mac OS X ab einer legal gekauften Originalversion (Retail-DVD) zu installieren," heisst es aus dem Hause Brack.
 
Ganz so einfach scheint die Sache also doch nicht, zumal erst die Hauptplatinen zweier grosser Hersteller und nur ausgewählte Grafikkarten von ATI und Nvidia unterstützt werden. Als Wirts-Betriebssysteme werden gemäss Herstellerangaben Windows XP, Vista, OS X 10.5 und diverse Linuxe unterstützt. Brack wird selbst PCs anbieten, die mit einem Linux ausgerüstet und für den Einsatz von EFI-X vorkonfiguriert sind.
 
In Zukunft dann, will der Hersteller des Kästchens weitere Hardware-Komponenten unterstützen. Wie EFI-X funktioniert, wird auf der Homepage des Herstellers nicht beschrieben. Das Gerät basiere auf EFI (Extensible Firmware Interface), heisst es in der Mitteilung von Brack. Immerhin: Es gibt einen Eintrag zu EFI auf Wikipedia. (Christoph Hugenschmidt)