Zum 10. Mal: Die schlimmsten Datenschnüffler der Schweiz

Nominiert sind unter anderem das EJPD für die Echzeitüberwachung des Internetverkehrs, die Swisscom, Zattoo Europe und eine Grossbank für das "Durchsuchen der PCs der Mitarbeitenden".
 
Am 24. Oktober findet zum zehnten Mal die Verleihung der Schweizer Big Brother Awards statt. Mit diesen satirischen "Preisen, die keiner will" werden jedes Jahr die schlimmsten Datenschnüffler "geehrt".
 
Unter den Nominierten in der Kategorie "Staat" finden sich unter anderem das EJPD für seine Echtzeitüberwachung des Internetverkehrs, der Zürcher Gemeinderat für die Hooligan-Datenbank GAMMA oder das SECO, das Umfragen durch Private durchführen lässt.
 
Auch in diesem Jahr befindet sich in der Kategorie "Business" einmal mehr eine Krankenkasse. Dieses Mal die KPT wegen ihrer Kundendatenbank. Zattoo Europa wurde wegen fehlendem Datenschutz nominiert und die Swisscom wegen dem Zugriff auf WLAN- und Routerdaten sowie Google für "Street View". In der Kategorie Arbeitsplatz findet sich mit der Visana eine weitere Krankenkasse (Schweinegrippe-Quarantäne) sowie der MediaMarkt Basel, die Berufsbildungsschule Winterthur, oder auch eine bisher nicht genannte Grossbank für das "Durchsuchen der PCs der Mitarbeitenden".
 
Für den einzigen positiven Preis, den Publikumspreis für lobenswerten Widerstand, gibt es mit der Studentengewerkschaft CUAE der Uni Genf, der IG "Polizeireglement Nein" aus Visp und Ruben Unteregger, www.megapanzer.com, drei Nominierte.
 
Die Preisverleihung findet am 24. Oktober ab 20 Uhr in der Roten Fabrik in Zürich statt. (bt)
 
(Disclosure: Der Autor hat vor zwei Jahren den Winkelried-Preis, also den Publikumspreis für lobenswerten Widerstand, gewonnen.)