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Dienstag, 22.06.2010
Swisscom lanciert Cloud-Services mit US-Partnern

Cloud-Services für Grosskunden: Computing-as-a-Service mit Verizon, Storage mit Nirvanix, E-Mail-Archivierung mit Proofpoint.
 
Auch das grösste Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom möchte im zukunftsträchtigen Geschäft mit "Cloud"-Services aus dem Internet ein ernsthaftes Wort mitreden. Per sofort bietet Swisscom drei neue Cloud-Services für Grosskunden an, "Computing-as-a-Service (CaaS)", "Secure Storage" und E-Mail-Archivierung.
 
Wahrscheinlich hauptsächlich um schnell und relativ risikoarm in das Geschäft einsteigen zu können, hat Swisscom dafür keine eigene Cloud-Plattform aufgebaut, sondern tritt weitgehend als Reseller der bestehenden Plattformen von drei US-Unternehmen auf: Verizon Business, Nirvanix und Proofpoint.
 
Die von Verizon Business vor etwa einem Jahr in den USA und Europa lancierte Computing-as-a-Service-Plattform bildet laut Swisscom die Grundlage der neuen Cloud Services. Über den CaaS-Service können Kunden nach Bedarf IT-Infrastruktur – virtuelle Server (Windows, Linux), Speicherplatz, Netzwerkkapazität – über das Internet anmieten. Die physische Infrastruktur wird in den Rechenzentren von Verizon betrieben und nutzt die globale IP-Infrastruktur des US-Telcos.
 
Verizon CaaS arbeitet mit Technologie von VMware, Red Hat und HP. Laut Swisscom ermöglicht der Service unter anderem die Verwendung von physischen und virtuellen Servern in der gleichen CaaS-Umgebung sowie Mehrfachanbindungen via Internet und MPLS VPN und genügt auch hohen Sicherheitsanforderungen. Kunden können Ressourcen über ein Self-Management-Portal in "Echtzeit" hinzufügen, provisionieren und verwalten.
 
Backup und Archivierung in der Schweiz
Für den Speicherservice "Secure Storage" (Backup, Archivierung, virtuelle Fileserver) benützt Swisscom eine Lösung von Nirvanix. Das liegt nahe, denn das kalifornische Unternehmen ist auch Storage-Partner von Verizon Business. Nirvanix betreibt einen Online-Storage-Service mit weltweit verteilten Storage-"Nodes". Swisscom hat aber eigene Nodes für sein Nirvanix-Netzwerk aufgebaut und verspricht, dass die Daten der Swisscom-Kunden nicht im Ausland sondern jeweils redundant in zwei verschiedenen Swisscom-Datenzentren in der Schweiz gespeichert werden.
 
E-Mail-Archivierung (noch?) nicht
Für den spezifischen E-Mail-Archivierungsservice stützt sich Swisscom auf Proofpoint. Das US-Unternehmen bietet den Betrieb und die sichere Archivierung von Exchange-Mailverkehr als Service über das Internet an. Das Archiv ist laut Swisscom revisionskonform und die Kapazität dafür unbegrenzt skalierbar.
 
Wie Swisscom-Sprecher Olaf Schulze gegenüber inside-it.ch erklärte, wird der E-Mail-Arrchivierunsgservice gegenwärtig in Rechenzentren in Amsterdam und Frankfurt gehostet. Es sei aber bei Swisscom zumindest "angedacht", so Schulze, 2011 auch dafür Infrastruktur in eigenen Rechenzentren in der Schweiz zu installieren. (Hans Jörg Maron)
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Kommentare:
Heinz Wehrli 22.06.2010 20:24 ...was Swisscom hier unterschaetzt, ist, dass kaum jemand aus der Schweiz seine Daten freiwillig aus dem Land geben wird - vor allem nicht nach den USA - denn sonst landen sie
a) beim CIA und der NSA
b) bei der IRS
c) auf Umwegen beim dt. Finanzminister
d) oder beim frz. Finanzminister
e) bei sonst jemanden, wo sie nicht landen sollten
 
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