René W. Keller folgt auf Daniele Tonella. KVT-Projekt verläuft planmässig.
Der Versicherungskonzern Swiss Life, der in den vergangenen Jahren
viele Stellen in der Informatik abgebaut hat, hat einen neuen IT-Chef ernannt. Der 46-jährige René W. Keller (Foto) ist per 1. November 2010 zum Leiter IT und zum Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Life Markt Schweiz ernannt worden. Die Schweizer IT von Swiss Life wurde mit der ehemaligen Konzern-IT
zusammengeführt, so dass es in der Schweiz nur einen IT-Leiter und keinen globalen IT-Chef gibt.
Keller arbeitete zuvor unter anderem bei der UBS, Credit Suisse und Winterthur Group. Zurzeit arbeitet er als Head IT Global Core Banking bei der Credit Suisse Group. Wie es bei der CS auf Anfrage heisst, hat Renato Premezzi per 1. September die Nachfolge von René Keller ad interim übernommen. Es handelt sich dabei um eine interne Nachfolge. Premezzi arbeitet bei der CS im Bereich IT Private Banking.
Bei der Swiss Life berichtet
Keller direkt an Ivo Furrer, CEO Swiss Life Schweiz. "Wir freuen uns, eine derart ausgewiesene Führungspersönlichkeit für unser Team gewonnen zu haben", wird Furrer in einer Mitteilung zitiert. Keller folgt bei der Swiss Life auf Daniele Tonella, der entschieden hat, sich nach neun Jahren bei Swiss Life "innerhalb oder ausserhalb der Gruppe beruflich neu zu orientieren", wie es in der Mitteilung heisst. Tonella war seit Juli 2009 Leiter des Geschäftsbereichs Informatik bei Swiss Life und Mitglied der Geschäftsleitung Schweiz.
Swiss Life beschäftigt im gesamten Konzern rund 700 Personen in der Informatik, davon arbeiten zirka 450 in der Schweiz. Der Versicherer geriet in den letzten Jahren wegen Schwierigkeiten in der IT
in die Schlagzeilen. Das IT-Projekt "Amarta" wurde vor zwei Jahren
gestoppt.
Das Nachfolgeprojekt "Kollektiv Versicherung Transformation" (KVT) verlaufe allerdings weiterhin planmässig, heisst es bei der Swiss Life. "Ein wichtiger Meilenstein wurde diesen Frühling erreicht, als das neue System für Offerten erfolgreich in Betrieb genommen wurde (Einführung zusammen mit neuem Kollektiv-Produkt, das ebenfalls bereits auf neuem System läuft)", schreibt Swiss-Life-Sprecher Martin Läderach in einem E-Mail an inside-it.ch. Mehrere tausend Offerten seien bereits erstellt worden. Nächster Meilenstein sei die Migration des Bestandes auf die neue Plattform per Anfang 2011. (Maurizio Minetti)