"Mir ist kein System bekannt, das besser geeignet wäre." Pilotversuch mit lokalem Server.
Informatikprobleme waren heute Morgen Thema im
Gespräch zwischen der Leitung der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern (Gibb) und Vertretern des kantonalen Mittelschul- und Berufsbildungsamtes (MBA). Die Schulverwaltungs-Software Evento des Zürcher Herstellers Crealogix sorgt in Bern für rote Köpfe. Die Kritik aus den Schulhäusern fasst die
'Berner Zeitung' folgendermassen zusammen: Das System bleibt hängen, speichert Daten nicht, vergisst Passwörter – und dies vor allem, wenn es am Semesterende bei der Noteneingabe besonders wichtig wird. Die Gibb hatte mit dem Ausstieg aus Evento gedroht.
Das Projekt ist im MBA Chefsache. Amtsleiter Theo Ninck zerstreut gegenüber inside-it.ch die grundsätzlichen Zweifel an der Tauglichkeit der Software, die er noch vor einem Jahr
selbst geäussert
hatte. Die Kritik in der 'Berner Zeitung' sei schlicht falsch: "Mir ist kein System bekannt, das besser geeignet wäre." Es gebe durchaus Probleme, die Performance des Systems lasse zu wünschen übrig. Dies führt Ninck vielmehr auf die Sicherheitsvorkehrungen und "komplexe Netzwerkinfrastruktur" in Bern zurück. Evento läuft auf einem zentralen Server des kantonalen IT-Dienstleisters Bedag, die User greifen über einen Citrix-Client aus Schulen und Verwaltung zu. Zudem habe man den Aufwand unterschätzt, den die Zuschaltung neuer Schulen mit sich bringe.
Mit der Gibb habe man sich auf zweierlei geeinigt, erklärt Ninck. Zum einen wird das gesamte System auf seine Schwachstellen getestet. Zum anderen führt das MBA an der Gibb einen Pilotversuch mit einem lokalen Server durch. Davon erhofft man sich, dass das System an der mit 7000 Schülern grössten Berner Schule stabiler läuft. (Amir Ali)
Kommentare:
Die Software mag gute Funktionalitäten haben, aber das nutzt nichts, wenn sie nicht mit mehr als einer Handvoll Benutzern funktioniert.