Die Stadt Zürich lanciert Ideenwettbewerb. Bevölkerung und interessierte "Nicht-Zürcher" können ab sofort online Ideen formulieren, wie die digitale Zukunft der "Informatik-Pionierstadt" Zürich aussehen sollte.
Geht es nach dem Zürcher Stadtrat (Exekutive), so soll die grösste Schweizer Stadt zum "Innovationspool, zur Pionier- und Modellstadt für Informatik und Kommunikationsdienstleistungen" werden. Dies hat der
Stadtrat als eines von vier Zielen für die vier Jahre von 2010 bis 2014 festgelegt. Dabei ist der Zürcher Stadtregierung durchaus bewusst, dass es nicht um Entwicklungshilfe für eine darbende Branche geht, sondern mal will einen Sektor stärken, der in Zürich (für Schweizer Verhältnisse) bereits stark ist.
Vorbildlich finden wir, dass für einmal nicht Verwaltung und Regierung im stillen Kämmerchen festlegen werden, mit welchen "E-Government"-Funktionen die Bevölkerung beglückt werden soll und mit welchen Massnahmen man die Boom-Branche in Zürich fördern will. Sondern man bittet mit dem "grössten Online-Partizipationsverfahren
der Schweiz" Stadtzürcher, aber auch interessierte Nicht-ZürcherInnen, um Ideen.
Preise zu gewinnenZu diesem Zweck lanciert die Stadt Zürich heute Abend an einem Anlass im Zürcher Technopark einen
"Ideenwettbewerb für Visionäre, Begeisterte und digitale Macher". Teilnehmen können "alle Personen, die eZürich miterfinden wollen", wie es in einer Pressemitteilung von heute heisst. Auf der Plattform kann man nicht nur Ideen zur Förderung von ICT in Zürich anbringen, sondern auch die Ideen von anderen kommentieren und bewerten. Die drei von allen registrierten Teilnehmenden am besten bewerteten Vorschläge können im Januar an einem dreitätigen Workshop vor einem ICT-Fachpublikum vorgestellt werden und haben eine Chance, von der Sadt umgesetzt zu werden. Die Stadtverwaltung wählt maximal drei weitere Ideen aus, die sie weiterverfolgen will.
Zudem verlost die Stadt unter den Teilnehmenden eine Reihe von Preisen. Diese werden nach Abschluss des Ideenwettbewerbs am 12. Dezember verlost.
Hoffen wir doch, dass es der Stadt Zürich tatsächlich gelingt, "das kreative Potential der Bevölkerung für die digitale Zukunft von Zürich" zu erschliessen. Hier geht es
zum Ideenwettbewerb. (Christoph Hugenschmidt)