Sun-Altlasten kosten Oracle Millionenstrafe

SAP-Erzrivale Oracle muss für sogenannte Kickback-Zahlungen der zugekauften Sun Microsystems mit 46 Millionen Dollar geradestehen. Laut dem US-Justizministerium ist es Sun nachgewiesen worden, staatliche Stellen bei Neuanschaffungen hintergangen zu haben. Oracle konnte mit der Vergleichszahlung von 46 Millionen Dollar das schon seit 2004 laufende Verfahren nun beenden.

Neben den Rückvergütungen an Beratungsfirmen für öffentliche Stellen habe sich Sun illegaler Kaufanreize und Fehlinformationen bei Vertragsverhandlungen schuldig gemacht. Das habe die Verschwendung von Steuergeldern nach sich gezogen. Betroffen war unter anderem die amerikanische Post. Nach US-Recht darf kein Unternehmen von der Regierung mehr Geld verlangen als von Kunden aus der Privatwirtschaft. Diese Regel hat Sun verletzt.

Der nun geschlossene Vergleich mit Oracle ist aber offensichtlich nur Teil einer weitergehenden Untersuchung, die laut dem Justizministerium noch nicht abgeschlossen ist. Details dazu wurden bisher noch nicht bekannt, doch dürfte es sich zumindest auch um die Klage über überhöhte Preise für Regierungsstellen handeln. Aufgrund ähnlich gelagerter Fälle hatten beispielsweise schon HP und EMC Strafzahlungen ans Justizministerium leisten müssen. (vri)