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Donnerstag, 11.08.2011
Cyberspionage: Wir sind Opfer, nicht Täter, schreit China

Wie Kaspersky Labs in seinem Security-News-Blog berichtet, hat die oberste chinesische IT-Security-Behörde gestern in einem Report Zahlen über Cyberangriffe gegen China veröffentlicht. Laut diesem Report soll die chinesische Verwaltung, beziehungsweise deren Computersysteme, im Laufe des letzten Jahres das Ziel von fast 500'000 Cyberangriffen gewesen sein. Dabei seien meist Trojaner verwendet worden. Weiter stehe im Report, so Kaspersky, dass 14,7 Prozent der Attacken von den USA aus ausgeführt worden seien, und 8 Prozent von Indien aus.
 
Mit dem Hinweis darauf, auch selbst ein häufiges Opfer von Cyberspionageattacken zu sein, versucht China offensichtlich eine Imagekorrektur. China war in letzter Zeit einige Male relativ klar als das Ursprungsland einiger aufsehenerregender Cyberangriffe identifiziert worden auch wenn – was wohl fast unmöglich wäre – eine direkte Urheberschaft der chinesischen Regierung nicht nachgewiesen werden konnte.
 
China hat mittlerweile aber auch von der internationalen Presse die Rolle des "üblichen Verdächtigen" zugeschoben erhalten, wenn es keine tatsächlichen Hinweise gibt. So hatte McAfee kürzlich unter unter dem Codenamen "Operation Shady Rat" den wohl bisher grössten einzelnen Fall von Cyberspionage aufgedeckt. McAfee spekulierte aufgrund der Angriffsziele darüber, dass der Urheber "ein Staat" sein dürfte, nannte aber keinerlei Namen. Dessen ungeachtet schrieb daraufhin ein grosser Teil der Presse weltweit reflexartig, dass "die Spur nach China führe". (hjm)
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