Open Justitia wird tatsächlich open

Geschäftsprüfungskommission gibt grünes Licht nach der Kontroverse mit Weblaw.
 
Eine vom Bundesgericht entwickelte Open-Source-Lösung für Gerichte soll unter der GNU General Public License Version 3 (GPLv3) veröffentlicht werden. Dies schreibt die "parlamentarische Gruppe digitale Nachhaltigkeit" in einer Mitteilung. Im Juni war wegen der Software Open Justitia eine Kontroverse ausgebrochen, weil sich private Konkurrenten bedroht sahen.
 
Nun hat aber die Geschäftsprüfungskommission des Ständerates (GPK-S) entschieden, dass das Bundesgericht die Geschäftsverwaltungssoftware unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlichen darf. Nachdem sich die GPK-S mit dem Aspekt der Wettbewerbsneutralität auseinandergesetzt hatte, kam sie zum Schluss, dass sich das Bundesgericht im Rahmen dieses Projekts wettbewerbsneutral verhält.
 
Nun sei zu erwarten, schreiben die Open-Source-Befürworter, dass das Bundesgericht in den nächsten Wochen ihre Java-basierte Geschäftsverwaltungslösung Open Justitia unter der GNU General Public License Version 3 (GPLv3) veröffentlichen werde.
 
Beim Berner Softwarehersteller Weblaw, dessen Produkt durch Open Justitia direkt konkurrenziert wird, war kurzfristig niemand für eine Stellungnahme erreichbar. (mim)
 
(Illu: hjm)