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Dienstag, 04.10.2011
Kein iPhone 5, dafür ein intelligenter Assistent

Apple hat mit dem iPhone 4S das laut eigener Aussage bisher begeisterndste iPhone angekündigt. Es ist schneller als das iPhone 4, hat eine bessere Kamera, sieht äusserlich aber genau gleich aus.
 
Die Katze ist aus dem Sack. Allerdings hat nicht “das Warten ein Ende”, wie der ‘Blick’ Dienstag morgen noch mutmasste, sondern bloss die Spekulationen. Ein “iPhone 5” mit komplett neuem Design gibt es nämlich noch nicht. Apple hat heute nur das iPhone 4S angekündigt, in den USA erhältlich ab 14. Oktober zu Preisen zwischen zwischen 199 Dollar (16 GB) und 399 Dollar (64 GB) mit einem Zweijahresvertrag. Das iPhone 4 kostet mit 8 GB künftig noch 99 Dollar. Ab dem 28. Oktober wird das neue Modell dann in 22 weiteren Ländern zu haben sein, darunter auch die Schweiz. Die Schweizer Preise folgen später.
 
Das iPhone 4S ist mit dem gleichen A5-Dual-Core-Chip ausgestattet wie das iPad 2 und bietet dementsprechende Prozessor- und Grafikleistung. Neu sind zwei Antennen eingebaut, zwischen denen das Gerät automatisch umschalten kann. Ein zweites “Antennagate” will sich Apple nicht leisten. Das neue Modell unterstützt Downloads bis 14,4 Mbit/s und funktioniert weltweit: Der Mobilfunkchip versteht sowohl GSM als auch CDMA. Wie erwartet ist das iPhone 4S auch mit einer besseren Kamera ausgestattet. Sie löst mit 8 Megapixel auf, kann Full-HD-Videos (1080p) aufnehmen und arbeitet mit einem hinterleuchteten Sensor und einem Hybrid-Infrarot-Filter, was Lichtempfindlichkeit, Bildqualität und Farbtreue verbessern soll. Das Objektiv ist neu mit fünf Linsen bestückt. Und die Kamera ist schneller: Jede halbe Sekunde kann ein Bild geschossen werden. Damit die Bilder auch auf einen grossen Bildschirm gezeigt werden kann, unterstützt das iPhone 4S zudem Airplay Mirroring - das funktioniert via Kabel oder drahtlos über Wi-Fi.
 
Das neue iPhone-Modell wird mit iOS 5 ausgeliefert, der neuen Ausgabe des iPhone- und iPad-Betriebssystems. iOS 5 ist ab 12. Oktober auch als kostenloser Upgrade für alle iPhones ab iPhone 3G S und iPads erhältlich. Ein Schlüsselfeature von iOS 5 kam erst zum Schluss der Präsentation ans Licht: Das neue iPhone-OS bietet auf dem iPhone 4S zudem einen “intelligenten Assistenten” namens “Siri”, dem man übers Mikrofon Fragen stellen kann, zum Beispiel “Gibt es heute Regen?” Siri antwortet dann mit der Anzeiger der aktuellen Wetterprognose. Siri liest auf Wunsch aber auch vor, was in einem eingetroffenen SMS steht, kann per Sprachbefehl Terminerinnerungen erfassen, Wikipedia-Einträge abrufen und anzeigen und anderes mehr.
 
Warten auf das, wofür sie vermutlich gekommen sind, mussten übrigens auch die eingeladenen Journalisten – die Medienorientierung ging diesmal nicht in San Francisco über die Bühne, sondern direkt auf dem Apple-Campus in Cupertino in der sogenannten “Town Hall”. Wie von Steve Jobs gewohnt, referierte auch der neue Apple-CEO Tim Cook zuerst über 20 Minuten lang über den Markterfolg Apples im allgemeinen, von den Apple Stores – die letzten Eröffnungen in Shanghai und Hongkong wurden besonders herausgestrichen – bis zum iPad. Dann kam der iOS-Verantwortliche Scott Forstall auf die Bühne und berichtete über den den massiven Erfolg der Plattform und natürlich im Detail über iOS 5, bevor Eddy Cue die iCloud vorstellte. Nachdem zwischendurch Product-Marketing-Chef Phil Schiller noch etwas über den iPod plauderte (iPod Nano nun mit integriertem Schrittzähler, iPod Touch mit iOS 5 und neu auch in Weiss ab 12. Oktober), erfolgte die iPhone-Ankündigung ganze 55 Minuten nach Beginn der Veranstaltung. (Urs Binder)
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