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Montag, 24.10.2011
Gartners strategische Technologien 2012

"Mobil", "Sozial", "In-Memory", "Echtzeit-Analyse", "big data" und natürlich alles "cloud".
 
"Strategisch" nennt das US-Beratungshaus Gartner jene Technologien, die in den nächsten drei Jahren signifikante Auswirkungen auf die meisten grösseren Firmen haben werden. Sie werden also Geschäftsmodelle verändern, grosse Investitionen erfordern oder jene in Gefahr bringen, die einen Trend verschlafen.
 
Hier die 10 Technologien, die gemäss Gartner das Potential haben, nächstes Jahr die (IT-)Firmenwelt zu verändern:
 
Tablets: Früher gab es nur Windows-Notebooks, heute gibt es die unterschiedlichsten tragbaren Computer mit verschiedenen Formfaktoren, Betriebssystemen und Technolgoien. Entsprechend werden Firmen eine Umgebung managen müssen, in denen Kunden aber auch Mitarbeiter die unterschiedlichsten Clients einsetzen.
 
Neuartige Interfaces und Applikationen für mobile Geräte: Grafische Oberflächen mit Fenstern, Icons, Menus und Mauszeiger werden durch neuartige User-Interfaces von mobilen Geräten ersetzt. Stichworte sind berührungsempfliche Bildschirme, Suche, Gesten, Spracherkennung und Video. Ausserdem werden umfangreiche Programme durch einfache Apps ersetzt, die wiederum zu komplexeren Lösungen zusammengesetzt werden.
 
Dies erfordert neue Fähigkeiten für das Entwickeln von Applikationen, die auf den verschiedensten Gerätetypen laufen sollen. Entwicklungstools und HTML5 werden es erleichtern, Lösungen für verschiedene Plattformen zu bauen.
 
Kontextabhängig und "sozial": Bis 2013 wird es "kontextsensitive" Applikationen für ortsabhängige Dienstleistungen, für "mobile Commerce" und für "augmented reality" (durch elektronische Hilfsmittel ergänzte Wahrnehmung) geben.
 
Zudem werden die Interfaces von Applikationen die Charakteristiken von sozialen Netzwerken annehmen. Mehr noch: die Informationen aus sozialen Netzwerken werden zu einer wichtigen Quelle von kontextabhängigen Informationen.
 
Internet der Dinge: Über das "Internet der Dinge" hat man bisher viel gesprochen, doch in den nächsten fünf Jahren wird eine kritische Masse erreicht, denn immer mehr mit Sensoren und Intelligenz für die Identifikation von Dingen ausgerüstete Produkte werden mit dem Internet verbunden.
 
Gartner nennt drei Schlüsselelemente des "Internets der Dinge": Integrierte Sensoren, Bilderkennung und "Near Field Communication."
 
App Stores und Marktplätze: In Online-"Läden" für Software wie Apples iTunes und Android Market entstehen Marktplätze, in denen hunderttausende von Programmen angeboten werden. Bis 2014 werden jährlich 70 Milliarden Apps heruntergeladen und die App Stores werden auch für Firmen wichtig sein. Dies wird die Rolle der IT-Abteilungen verändern: Statt eine zentrale Planungsabteilung wird die IT-Abteilung zu einer Art "Markt-Manager."
 
Datenanalyse der nächsten Generation: Die Lösungen für Datenanalyse werden sich in drei Richtungen entwickeln:
  • In Lösungen integrierte Analyse von aktuellen Daten.
  • Aussagen über zukünftige Entwicklungen mit Analysesystemen.
  • Analysesysteme, die nicht nur strukturierte Daten (z.B. aus ERP-Systemen), sondern auch Texte und Videos und ähnliches verwenden können.
Big Data: Die Menge der Daten, die Komplexität der verschiedenen Datenformate und die Geschwindigkeit, mit der Informationen angefordert werden, übersteigen die Fähigkeiten der traditionen Speichertechnologien. Man braucht neue oder exotische Technologien nur um schon die Datenmenge alleine bewältigen zu können.
 
In Zukunft wird man nicht mehr alle nützlichen Informationen in ein (physisches) Data Warehouse packen können, sondern "logische" Data Warehouses werden verschiedene Quellen zu einem Warehouse-Modell zusammenfassen.
 
In-Memory Computing: (Tiefere) Preise und (höhere) Verfügbarkeit von Memorybausteinen führt dazu, dass die In-Memory-Technik 2012 oder 2013 zum Allgemeingut werden wird. Man wird mehr Transaktionen schneller abwickeln können, wird eine tiefere Latenz in Application-Messaging und schnellere Stapelverarbeitungen erreichen und kürzere Reaktionszeiten in der Datenanalyse haben.
 
Ultratiefer Stromkonsum bei Servern: Auf Notebook- oder gar Smartphone-Technologie aufbauende Server-Systeme, die extrem wenig Strom verbrauchen, werden Einkäufer auf eine Reise in die Vergangenheit mitnehmen, wie die Gartnerleute poetisch schreiben. Da sich solche Systeme, in denen es viel mehr Prozessoren als in konventionellen Systemen gibt, nur für Applikationen, die wenig Rechenleistungen brauchen, eignen und zudem potentiell höheren Management-Kosten verursachen, wird ihre Verbreitung beschränkt sein.
 
Cloud Computing: Gartner glaubt weiterhin, dass Cloud Computing die Spielregeln verändern wird. Firmen würden nun nicht mehr nur versuchen, die Cloud zu verstehen, sondern erste Arbeitspensen in die Cloud verlagern oder dann wenigstens eigene Cloud-Infrastrukturen aufbauen. Der Fokus 2012 wird darauf liegen, das ganze Cloud-Spektrum zu beherrschen, zu managen und für Sicherheit zu sorgen. (Christoph Hugenschmidt)
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