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Mittwoch, 26.10.2011
Swisscom lanciert die ferngesteuerte Wohnung

smart living icontrol
Versuchen wir's nochmal, James? Swisscom lanciert nächstes Jahr ein "Smart Living"-Paket, mit dem Geräte im Haushalt über Smartphones oder PCs ferngesteuert werden können.
 
Erinnern Sie sich noch an den "digitalen Butler" James und die Zürcher Firma Starseed, eine unserer einheimischen Internetblasen-Stories (inklusive viel verbranntem Geld)? James ermöglichte es, über das Internet per Webcam die eigene Wohung zu überwachen, Geräte ein und auszuschalten usw. Vielleicht ist ja jetzt, rund elf Jahre nach dem Launch von James und zehn Jahre nach dem Crash von Starseed die Zeit reifer für ein ganz ähnliches Produkt.
 
Swisscom ist eine Partnerschaft mit dem US-Unternehmen iControl Networks eingegangen und wird ab dem nächsten Jahr unter dem Motto "Smart Living" in der Schweiz Produkte lancieren, die auf der "OpenHome" Software-Plattform von iControl basieren. Mit dem System soll man beispielsweise per Smartphone oder PC über das Internet zu Hause die Heizung einstellen, Lichter löschen oder den Backofen einschalten und viele andere Dinge tun können. Bewegungsmelder, Tür- und Fenster- oder andere Sensoren können zudem Alarm schlagen und per MMS (inklusive Videoclip) den User sowie auf Wunsch auch gleich noch eine Alarmzentrale benachrichtigen. Die Geräte können auch untereinander vernetzt werden, so dass sie nach bestimmten Wenn-Dann-Regeln automatisch interagieren. Beispielsweise könnten, wenn der Bewegungsmelder anschlägt, auch gleich alle Lichter eingeschaltet werden.
 
Zunächst will Swisscom ein Grundangebot lancieren, das eine Basisstation für die Verbindung zum Internet sowie Funksensoren und -Geräte, Türkontakte, Bewegungsmelder und Web-Cams umfasst. Rauch- oder Wassermelder sollen als Option erhältlich sein. Für die Zukunft stellt sich Swisscom den Einbezug einer wesentlich grösseren Zahl von Dingen, beispielsweise medizinischen Geräten, in das "Smart Living"-System vor. (hjm)
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Kommentare:
Markus Häfliger 26.10.2011 18:17 Ich freue mich schon darauf, wenn ich - wie ein anderes IT-Medium heute schreibt, dereinst meine Heizung mit den Lampen vernetzen kann. Im Ernst: Das Produkt kann nur Erfolg haben, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind: Es muss sehr einfach in Betrieb genommen werden können, ansonsten der Normalverwender überfordert ist. Und es muss absolut drahtlos funktionieren. Dass James mit Kabeln vernetzt wurde, war ein wesentlicher Grund, weshalb das Produkt selbst bei Early Adoptern (im Retail!) flopte.
 
Was immer funktioniert, ist analog, wie z.B. der Familienoriginalbenutzer, den jeder halbwegs gebildete Mensch bewenden, aber nicht als Bewender verwutzen kann, gell?! http://www.youtube.com/watch?v=j1dfR_A3y-4
Felix Kuhn 27.10.2011 08:12 Lustig … ich habe die Überschrift im Newsletter gelesen und dachte sofort "James 2?". Und siehe da, der Artikel beginnt mit dem James. Gibt es eigentlich funktionierende James irgendwo??
Gruss
Felix
Markus Schleutermann 27.10.2011 09:07 Hoffentlich werden die Geräte nicht per PLC untereinander vernetzt, das elektromagnetische Spektrum ist schon genügend verseucht durch diesen und anderen Elektronik-Schrott, der einen Empfang schwacher Radiostationen im Lang-, Mittel- und Kurzwellenbereich bald unmöglicht macht. So werden wir dann also demnächst nur noch das hören können, was uns "Big Brother" aus Brüssel oder anderswo in die Leitung einspeist…
 
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