Swisscom lanciert die ferngesteuerte Wohnung

Versuchen wir's nochmal, James? Swisscom lanciert nächstes Jahr ein "Smart Living"-Paket, mit dem Geräte im Haushalt über Smartphones oder PCs ferngesteuert werden können.
 
Erinnern Sie sich noch an den "digitalen Butler" James und die Zürcher Firma Starseed, eine unserer einheimischen Internetblasen-Stories (inklusive viel verbranntem Geld)? James ermöglichte es, über das Internet per Webcam die eigene Wohung zu überwachen, Geräte ein und auszuschalten usw. Vielleicht ist ja jetzt, rund elf Jahre nach dem Launch von James und zehn Jahre nach dem Crash von Starseed die Zeit reifer für ein ganz ähnliches Produkt.
 
Swisscom ist eine Partnerschaft mit dem US-Unternehmen iControl Networks eingegangen und wird ab dem nächsten Jahr unter dem Motto "Smart Living" in der Schweiz Produkte lancieren, die auf der "OpenHome" Software-Plattform von iControl basieren. Mit dem System soll man beispielsweise per Smartphone oder PC über das Internet zu Hause die Heizung einstellen, Lichter löschen oder den Backofen einschalten und viele andere Dinge tun können. Bewegungsmelder, Tür- und Fenster- oder andere Sensoren können zudem Alarm schlagen und per MMS (inklusive Videoclip) den User sowie auf Wunsch auch gleich noch eine Alarmzentrale benachrichtigen. Die Geräte können auch untereinander vernetzt werden, so dass sie nach bestimmten Wenn-Dann-Regeln automatisch interagieren. Beispielsweise könnten, wenn der Bewegungsmelder anschlägt, auch gleich alle Lichter eingeschaltet werden.
 
Zunächst will Swisscom ein Grundangebot lancieren, das eine Basisstation für die Verbindung zum Internet sowie Funksensoren und -Geräte, Türkontakte, Bewegungsmelder und Web-Cams umfasst. Rauch- oder Wassermelder sollen als Option erhältlich sein. Für die Zukunft stellt sich Swisscom den Einbezug einer wesentlich grösseren Zahl von Dingen, beispielsweise medizinischen Geräten, in das "Smart Living"-System vor. (hjm)