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Dienstag, 06.12.2011
Avaloq und Finnova dominieren den Bankensoftware-Markt

Handout Swiss Banking Premium 2011 active sourcing
Swisscom IT Services führend bei den Dienstleistern.
 
Der Zürcher Consulter Active Sourcing hat im aktuellen "Handout Swiss Banking Premium 2011" den Schweizer Markt für Banken-IT unter die Lupe genommen und ist dabei zum wenig überraschenden Schluss gekommen, dass die Zeit der grossen Plattformwechsel vorbei ist. Auch beim IT-Outsourcing habe es im letzten Jahr "kaum Bewegung" gegeben.
 
Was den Markt für Bankensoftware-Hersteller betrifft, dominieren nach wie vor Avaloq und Finnova. Je nach Zählart führen die Zürcher beziehungsweise die Aargauer. Gewichtet nach der Anzahl der Bankangestellten führt Avaloq mit 45 Prozent, gefolgt von Eigenentwicklungen (14%) und Finnova (13%). Olympic und Temenos haben so gesehen in der Schweiz einen Marktanteil von unter 10 Prozent. Nach Anzahl Banken aber führt Finnova mit einem Marktanteil von 35 Prozent. Avaloq kommt auf 16 Prozent und SunGard (Ambit) auf 15 Prozent.
 
Unterscheidet man nach Banken mit mehr und solchen mit weniger als 500 Mitarbeitenden, spielt es zumindest was die Spitzenplätze betrifft keine Rolle, welche Zählart man verwendet: Bei den grösseren Banken führt Avaloq, bei den kleineren Finnova.
 
SITS führt
Wie aus dem Branchenreport weiter hervorgeht, bleibt bei den IT-Dienstleistern, welche Bankensoftware implementieren, Swisscom IT Services Finance (früher Comit) mit einem Marktanteil von 60 Prozent klar führend in Bezug auf die Anzahl Banken. SITS ist sowohl bei Banken mit weniger als auch bei jenen mit mehr als 500 Mitarbeitenden Marktführer. Mit je 5 Prozent Anteil folgen dahinter IBM, Inventx und der Application-Management-Bereich von Finnova. Die Plätze vier und fünf teilen sich B-Source und Econis mit je 4 Prozent Marktanteil, wobei B-Source seit kurzem mehrheitlich Avaloq gehört.
 
Active Sourcing hat im laufenden Jahr vier Entscheidungen (bzw. 5 mit PostFinance, die jedoch wegen der Grösse nicht in den Auswertungen berücksichtigt wurde) gezählt. Zum Vergleich: 2008 wurden im Schweizer Banken-IT-Markt 58 Entscheidungen gefällt. Für 2012 und 2013 ist wieder etwas mehr Aktivität zu erwarten, wobei es dannzumal vor allem um Vertragserneuerungen und weniger um Neuabschlüsse gehen dürfte. (mim)
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Kommentare:
Mike Adler 06.12.2011 21:22 Eigenartige Zählung der Active Sourcing. Eine ERI Bancaire mit über 280 Installationen weltweit wird in diesem Ranking sehr schlecht berücksichtigt, da nur inländische Installationen/Banken für die Statistik berücksichtigt werden. Eine solche Darstellung von Zahlen durch die Active Sourcing ist doch nicht seriös, da es ein völlig falsches Bild gibt.
Heinz Steiner 07.12.2011 09:15 Mein Kommentar bezieht sich nicht auf den Inhalt der Studie, sondern auf die Aufbereitung der Zahlen. Es ist ein typisches Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Ganz abgesehen, dass Kuchendiagramme in den meisten Fällen eh ungeeignet sind, wird der Leser dadurch verwirrt, dass z.B. Avaloq oder Finnova in jedem Diagramm in einer anderen Farbe erscheinen. Hoffentlich taugt die Studie mehr als die grafische Präsentation.
 
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