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Donnerstag, 15.12.2011
FTTH: Winterthurer Regierung für Swisscom-Kooperation

Volksabstimmung frühestens Mitte 2012.
 
Im März 2010 beschloss Swisscom, in Winterthur ein Glasfasernetz bis in die Wohnungen zu bauen (Fibre to the Home, FTTH). Von Anfang an war klar, dass eine Kooperation mit dem Stadtwerk Winterthur angestrebt wurde. Im vergangenen Juli wurde denn auch eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Gemäss dem üblichen Modell würde Swisscom 60 Prozent der Kosten übernehmen. Für die Stadt Winterthur würde dies aber immer noch Investitionen von 70 Millionen Franken bedeuten.
 
Zwei Monate später hatte die Wettbewerbskommission (Weko) aber bei den schweizweiten Glasfaser-Plänen von Swisscom Bedenken geäussert, was dazu führte, dass Swisscom unter anderem auch den bereits unterschriftsreifen Winterthurer Vertrag sistierte. Daraufhin reichte SP-Gemeinderat und Telekom-Unternehmer Fredy Künzler eine schriftliche Anfrage ein, in der er verschiedene Fragen zu möglichen Alleingängen stellte.
 
Nun hat der Winterthurer Stadtrat (Regierung) darauf geantwortet, wie der 'NZZ' zu entnehmen ist. Ein Ausbau des Glasfasernetzes im Alleingang durch die Stadt oder durch Swisscom komme weiterhin nicht in Frage, heisst es da. Der Stadtrat rechnet mit der Bereinigung strittiger Punkte noch in diesem Jahr. Eine Volksabstimmung wäre frühestens Mitte 2012 möglich.
 
Schon aus wirtschaftlichen Gründen kommt für den Stadtrat ein Alleingang nicht in Frage, denn Swisscom hat bereits 20 Prozent der Gebäude erschlossen und damit eine starke Konkurrenzposition erreicht, so die 'NZZ'. Gegen einen Swisscom-Alleingang spricht aus Sicht der Stadt, dass so keine gleichmässige Erschliessung garantiert wäre. Deutlich ins Gewicht fallen würde auch der Verzicht auf Synergien beim stadtweiten Rohrnetz der Stromversorgung. In Winterthur wurden bereits rund 180 Kilometer Glasfasern verlegt. Die Stadt schreibt derzeit im Profitcenter Telekom rote Zahlen, ursprünglich hätte die Gewinnzone 2010 erreicht werden sollen. (mim)
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