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Freitag, 06.01.2012
Berkeley: Google statt Office 365

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Warum sich die Uni Berkeley für Google Apps for Education und gegen Microsoft Office 365 entschieden hat. Uni veröffentlich detaillierte Ergebnisse des mehrmonatigen Evaluationsverfahrens.
 
CIOs und Informatik-Verantwortliche, die eine neue, cloudbasierte Kommunikationslösung für eine sehr sehr grosse und komplexe Umgebung evaluieren müssen, können aufatmen: Die sehr renommierte Universität UC Berkeley hat in einem mehrmonatigen Verfahren Google Apps for Education mit Office 365 von Microsoft verglichen und das Resultat des Evaluationsverfahrens en détail veröffentlicht. Zum Schluss hat sich Berkeley für Google und gegen Microsoft als neue E-Mail- und Kalenderlösung für über 36'000 StudentInnen und über 2000 Mitarbeitende entschieden. Beide Lösungen seien "feature rich" und gegenüber der heutigen Lösung vorteilhaft, schreibt die Uni in einer Mitteilung. Doch Google Apps for Education entspreche den aktuellen Bedürfnissen der Uni mehr als Microsoft.
 
In einer detaillierten Matrix werden die beiden Lösungen in Bezug auf bestimmte Anforderungen, die gemäss den Bedürfnissen der Uni priorisiert worden sind, verglichen. Die Google-Lösung hat Vorteile in Sachen Migration, Support, Integrationstools, Bekanntheit bei den Anwendern und Administration. Microsofts Office 365 punktet hingegeben bei der gleichzeitigen Installation einer Umgebung vor Ort ("On-Premise Integration") und bei der Authentifizierung der User. Die Uni schätzt beide Lösungen als etwa gleichwertig ein, wenn es um die Integration von mobilen Geräten geht.
 
Security: Vorteil Microsoft
Pech für Microsoft ist, dass die Kriterien, bei denen Office 365 die Nase vorn hat, von der Uni weniger hoch gewichtet werden. So wird Office 365 als besser in Sachen Sicherheit und Datenschutz eingeschätzt und man glaubt, dass die Kalender-Lösung aus Redmond mehr Funktionalitäten bietet und mit mehr anderen Lösungen zusammenarbeitet, als Google Apps.
 
Auch die Vertragslösungen, die Microsoft anbietet, werden ausser in Sachen Haftung als besser eingeschätzt, als diejenigen von Google.
 
Die Uni schätzt allerdings die Vorteile von Google beim Migrationsprojekt als gewichtiger ein, als die höhere Sicherheit, die Office 365 anbietet. Dies ist nachvollziehbar, denn der Betrieb der Universität hängt vom Funktionieren von E-Mail und Kalender ab.
 
Verdankenswerterweise hat die Uni Berkeley eine detaillierte Matrixdarstellung der Evaluation der neuen E-Mail und Kalender-Lösung veröffentlicht. (Christoph Hugenschmidt)
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