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Donnerstag, 12.01.2012
Der Datenflut hinterherhecheln

Trifft "Big Data" viele Unternehmen unvorbereitet?
 
Aufgrund einer gerade zum zweiten Mal innert kurzer Zeit durchgeführten Umfrage unter knapp tausend IT-Verantwortlichen zu den Rechenzentrumsstrategien von Grossunternehnmen in Europa und dem nahen Osten kommt Oracle zum Schluss, dass der "Big Data"-Boom viele europäische Grossunternehmen (ab 100 Millionen Dollar Umsatz) unvorbereitet treffe. Der stärkste Hinweis darauf seien die Angaben der Teilnehmer zum Gebrauch von externen Rechenzentren sowie zum Bedarf nach neuen Rechenzentren, die sich innert weniger Monate erstaunlich stark verändert haben. So ist der Anteil der Unternehmen, die nur eigene Rechenzentren verwenden, innert rund neun Monaten von 60 Prozent auf 44 Prozent gesunken. Der Anteil der IT-Strategen, die längerfristig keinen Bedarf für zusätzliche Rechenzentren sehen, ist von 17 auf 8 Prozent gefallen. 38 Prozent glauben nun, dass sie schon in den nächsten zwei Jahren ein neues RZ brauchen könnten, vor neun Monaten waren es noch 27 Prozent. Einschränkend muss man dazu allerdings sagen, dass die entsprechende Frage mit dem Zusatz "wenn Geld keine Rolle spielen würde" versehen war. Es wurde also nicht nach konkreten Investitionsplänen, sondern nach dem grundsätzlichen Bedarf gefragt.
 
Die von kontinuierlich schnell zunehmenden Datenmengen verursachten Probleme sind keineswegs ein neues Thema für die Unternehmens-IT. Das Trendthema "Big Data" kann die Probleme aber noch potenzieren. Big Data meint das Ansinnen, aus einer Unmenge von unstrukturierten Daten, die beispielsweise aus sozialen Netzwerken, anderen Webanwendungen und der eskalierenden Maschine-zu-Maschine-Kommunikation entstehen, flexibel und schnell – möglichst innert Sekunden - Business-Intelligence-Erkenntnisse für die Unternehmensführung zu gewinnen.
 
Big Data nun ein Geschäftsleitungsthema?
IT und Daten, so glaubt Oracle aufgrund des zweiten "Next Generation Data Centre Index" auch, werde schnell zu einem Thema für die Geschäftsleitungen. Ein Hinweis darauf sei der trotz des unsicheren wirtschaftlichen Klimas deutliche Fortschritt bei der Ausgereiftheit ("Sophistication") der Rechenzentrumstrategien zwischen der ersten Durchführung vor neun Monaten und der aktuellen Ausgabe.
 
Oracle misst die Ausgereiftheit der Strategien anhand einer Indexzahl. Die Kriterien, die in den Index einfliessen, wurden laut Oracle aufgrund von Gesprächen mit den Kunden erarbeitet und in den drei Hauptthemen "Flexibilität", "Nachhaltigkeit" und Optimierung des Supportaufwands ("Supportability") zusammengefasst. Der durchschnittliche Index ist insgesamt von 5,21 auf 5,58 gestiegen. Ein Anstieg des Indexes zeigt sich auch in allen Regionen, welche Oracle unterscheidet, wenn auch in unterschiedlichem Masse. So hat beispielsweise Skandinavien die Region Deutschland und Schweiz, die vor neun Monaten noch führte, überholt. (Gesonderte Zahlen der Schweizer Teilnehmer gibt es leider nicht.)
 
Auch bei den einzelnen Branchen haben sich die Oracle-Indexwerte für die Rechenzentrumsstrategie fast durchgehend um rund einen halben Punkt erhöht. Nur die Finanzindustrie scheint nur ganz wenige Fortschritte gemacht zu haben. (Hans Jörg Maron)
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