Umsatzschwund bei Nokia Siemens - sogar in Asien

Nokia Siemens Networks (NSN) hat gestern relativ schlechte Umsatzzahlen für das vergangene vierte Quartal veröffentlicht. Grund dafür war eine schwache Nachfrage beim Verkauf von Telekom-Equipment. Trotz einem Wachstum beim Service-Umsatz und dem Beitrag des übernommenen Motorola-Geschäftsbereichs musste NSN gesamthaft einen Umsatzrückgang um 4 Prozent auf 3,82 Milliarden Euro hinnehmen. Immerhin wuchs der operative Gewinn im Jahresvergleich von 1,3 auf 88 Millionen Euro.
 
Im Heimmarkt Europa sanken die Umsätze um 6 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro. Im aufstrebenden Markt China gab es einen Rückgang um 14 Prozent auf 438 Millionen Euro und in ganz Asien schrumpfte der Umsatz um 7 Prozent auf 909 Millionen Euro. In Amerika stiegen die Umsätze nur dank dem Motorola-Zukauf.
 
NSN steht vor einer massiven Restrukturierung. Ende November hatte das Unternehmen den Abbau von 17'000 Stellen bekannt gegeben. Der Mitbewerber Ericsson macht sich angesichts der Krise bei NSN nun offenbar Gedanken über eine mögliche Übernahme. So sagte Ericsson-CFO Jan Frykhammar gegenüber der Fachpublikation 'Total Telecom', dass Ericsson interessiert sein könnte, Vermögenswerte von NSN zu kaufen, wenn solche zum Verkauf stehen würden. Frykhammar betonte aber, dass man nicht aktiv darauf hinarbeite, sondern lediglich einen solchen Kauf prüfen würde, falls er von NSN angestrebt werde. (mim)