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Freitag, 24.02.2012
Nächster "Trojaner-Stammtisch" ohne Schweizer

Keine Vertretung aus der Schweiz am nächsten Treffen der "Remote Forensic Software User Group".
 
Im vergangenen Herbst sorgte eine Enthüllung für grosse Aufregung: Polizeibehörden aus verschiedenen Ländern treffen sich seit Jahren regelmässig, um sich über den Einsatz von Spionagesoftware auszutauschen. An diesen "Trojaner-Stammtischen" nahmen auch Schweizer Vertreter aus dem Bundesamt für Polizei (Fedpol) teil.
 
Der Stammtisch nennt sich offiziell "Remote Forensic Software User Group" und wird sich diesen März in Belgien wieder treffen. Doch die Schweiz wird diesmal nicht vertreten sein, wie die 'Neue Zürcher Zeitung' heute berichtet. Die Bundeskriminalpolizei verzichte erstmals seit der Gründung des internationalen Gremiums im Jahr 2008 auf eine Entsendung von Fachleuten.
 
Laut dem Fedpol handelt es sich aber nicht um einen grundsätzlichen Entscheid. "Wir nehmen diesmal nicht teil, das kann bei einer nächsten Einladung wieder anders aussehen", wird Fedpol-Sprecher Stefan Kunfermann in der 'NZZ' zitiert. Die Absage habe nichts mit dem Wirbel um Staatstrojaner Ende des vergangenen Jahres zu tun. In dem Zusammenhang betont der Fedpol-Vertreter, dass der Bundesrat im November 2011 den Einsatz von Trojanern zur Aufklärung schwerer Straftaten erlaubt hat. (mim)
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Kommentare:
Martin Steiger 24.02.2012 15:05 Interessant – ich habe erst gerade heute Morgen das Ergebnis meiner entsprechenden Frage an die schweizerische Bundespolizei veröffentlicht:
 
https://www.steigerlegal.ch/2012/02/24/schweizer-schnueffelstaat-mit-internationaler-vernetzung/
 
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