Wikileaks veröffentlicht sensible Stratfor-Mails

Auch Schweizer Kunden könnten betroffen sein.
 
Ende 2011 sorgte ein Hackerangriff auf die US-amerikanische Denkfabrik Stratfor für Aufsehen. Die lose organisierte Hackergruppe Anonymous soll zahlreiche Daten gestohlen haben - auch von Schweizer Stratfor-Kunden. Diese Daten hat Anonymous nun der Enthüllungsplattform Wikileaks weitergeleitet, wie gestern bekannt wurde. Wikileaks hat nun prompt einige hundert E-Mails von Stratfor öffentlich gemacht. Insgesamt verfügt Wikileaks über fünf Millionen Mails. Als Begründung für die Aktion geben die Urheber an, Transparenz schaffen zu wollen, "um unsere Welt zu verstehen". Die Mails stammen aus den Jahren 2004 bis 2011.
 
Offenbar wurden die Daten von 25 Medien aus aller Welt mehrere Monate lang unter die Lupe genommen, wie Wikileaks-Gründer Julian Assange gestern in London sagte. Die "grosse Story" werde in wenigen Tagen herauskommen. Stratfor berät weltweit Konzerne und Behörden wie etwa das US-Ministerium für innere Sicherheit oder den Militärgeheimdienst DIA in geopolitischen Fragen. Zu den Schweizer Kunden des texanischen Unternehmens gehören etwa ABB, Swiss Re, UBS, CS, Julius Bär, EDA und VBS. (mim)