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Dienstag, 24.04.2012
Intel lässt neue CPUs aus dem Sack

Erste "Ivy-Bridge"-CPUs auf dem Markt.
 
Intel hat mit der Auslieferung der ersten Exemplare seiner neuen CPU-Generation begonnen. Die "Ivy-Bridge"-CPUs, Nachfolger der "Sandy-Bridge"-Generation, sind die ersten CPUs auf dem Markt, welche mit einer 22-Nanometer-Technologie gefertigt werden. Die Auslieferung in grösseren Mengen dürfte allerdings erst ab Juni beginnen.
 
Intel hat sich in den letzten Jahren bei der Einführung von neuen CPU-Generationen an einen "Tick-Tack"-Rhythmus, wie der Chipriese dies nennt, gehalten. In einem "Tick" wird jeweils die bisherige CPU-Architektur beibehalten, aber ein neuer Herstellungsprozess angewendet. Dieser erlaubt jeweils noch dünnere Leiterbahnen, was den Stromverbrauch verringern und die Leistung erhöhen soll. In einem "Tack" wird dann eine neue Architektur eingeführt, aber der Herstellungsprozess beibehalten.
 
Die Einführung der Ivy-Bridge-CPUs ist ein "Tick"-Generationenwechsel: Die Sandy-Bridge-Prozessoren wurden zuletzt in 32 Nanometer-Technologie gefertigt, nun folgt die 22-Nanometer-Technologie. Diesesmal, so Intel, sei aber auch ein grösseres Stück "Tack" dabei. Dies betrifft vor allem die seit den Sandy-Bridge-CPUs im Prozessor integrierten Grafikmodule, deren Architektur noch einmal kräftig überarbeitet wurde, um ihre Leistung zu steigern.
 
Dies hilft vor allem dann, den Stromverbrauch stark zu senken, wenn es erlaubt, zusätzliche Grafikkarten in PCs wegzulassen oder zumindest abzuschalten, so lange ihre Leistung nicht gebraucht wird. Die PC-Industrie hofft nun insbesondere darauf, bei der nächsten Ultrabook-Generation und anderen Notebooks die Batterielaufzeit weiter steigern und trotzdem gleichzeitig auch die Grafikfähigkeiten weiter zu verbessern.
 
Etwas mehr Leistung, deutlich kleinerer Stromverbrauch
Mit der Lancierung einer neuen CPU-Generation beginnt auch wie immer die hohe Zeit der Tester und Benchmarks. Erste Tests, beispielsweise von 'Tech Report', deuten darauf hin, dass die neuen CPUs bei realen Anwendungen nur etwas mehr Leistung bringen als bisherige Vier-Kern-Sandy-Bridge-CPUs, aber dafür deutlich weniger Strom verbrauchen.
 
Bei der Modellpolitik bleibt sich Intel treu: Auch die neuen CPUs erscheinen in einer Vielzahl von Ausführungen mit wenig aussagekräftigen Namen. Intel lanciert vorerst 10 neue CPUs für Desktops und 7 neue Modelle für mobile PCs. Alle sind mit vier Kernen ausgerüstet. Die Modelle für mobile PCs und vier der Desktop-Modelle können zwei Softwarethreads pro Kern gleichzeitig verarbeiten und gehören damit zur "i7"-Familie. Die restlichen sechs Desktop-CPUs gehören zur i5-Familie ohne Multithreading.
 
Die Modelle unterscheiden sich in den Taktraten und im Stromverbrauch. Zudem sind wie zuletzt auch einige Modelle mit einem automatischen Übertaktmechanismus ausgerüstet (Die Modelle, die ein K nach der Nummer tragen), und andere nicht. Bei den Modellen der i5-Familie gibt es zudem, ebenfalls wie schon zuletzt, zwei verschieden leistungsfähige Versionen des integrierten Grafikmoduls ("HD Graphics" 2500 oder 4000.) (Hans Jörg Maron)
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