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Freitag, 27.04.2012
Kanton Waadt eröffnet neues Rechenzentrum

Kanton Waadt schliesst mit der Eröffnung eines neuen Rechenzentrums in Renens die Rücknahme der Informatik von Bedag ab. Das 400-Quadtratmeter-RZ kostete 6,8 Millionen Franken.
 
Diesen Montag haben Staatsrat François Marthaler und der Waadtländer "CIO" Patrick Amaru das neue, zentrale Rechenzentrum des Kantons Waadt in Renens eröffnet. Das Rechenzentrum wurde in kurzer Zeit geplant und gebaut und mit Server-Infastrukturen bestückt. Erst im November 2008 hatte die Waadt den Outsourcing-Vertrag mit dem Berner Dienstleister Bedag gekündigt. Der Kanton brauchte also zwei Jahre für die Planung und den Bau des RZs und ein Jahr, um die Infrastrukturen von Bedag nach Renens zu verlegen. Gemäss Medienmitteilung des Kantons konnte das Budget von nur gerade 6,8 Millionen Franken eingehalten werden.
 
Ob und wie genau sich die Kosten für den Bau des 400-Quadratmeter-RZs in Renens mit den Kosten für den Bau eines neuen RZs der Stadt Zürich vergleichen lassen, entzieht sich unserer Kenntnis. Zürich budgetiert für den Bau eines 1800-Quadtratmeter-RZs 140 Millionen Franken, knapp 100 Millionen betreffen allerdings Baukosten. Rechnet man genau (400 vs. 1800 Quadtratmeter) so beträgt die Differenz nur noch 6,8 gegen 8,8 Millionen Franken.
 
Zentralisierung und Rücknahme der Waadtländer Informatik
Mit der Eröffnung des eigenen Rechentrums hat die Waadt die Reorganisation der Kantons-Informatik einen grossen Schritt weitergebracht. 2005 schuf man das DSI (Direction des systèmes d'information) als zentrale Informatik-Einheit, 2008 beschloss man, den zu Bedag ausgelagerte Informatik-Betrieb wieder in eigene Hände zu nehmen und zwischen 2010 und 2011 zentralisierte man dann das DSI in Renens, wo nun auch das RZ untergebracht ist. Die Rücknahme der Informatik habe dem Kanton Einsparungen von sechs Millionen Franken gebracht, heisst es in einer Präsentation von Staatsrat François Marthaler anlässlich der Eröffnung des RZs.
 
Free cooling und Kaltgang-Konzept
Für das neue Rechenzentrum wurden gemäss einer Präsentation von IT-Chef Amaru moderne Konzepte für die Reduktion des Energieverbrauchs umgesetzt. So sind die Server- und Speichereinheiten in so genannten Kaltgängen eingehaust. Die Temperatur innerhalb der "Kaltgänge" wird 23 Grad betragen, während man die Temperatur ausserhalb auf 27 Grad belassen kann. Ausserdem wird das RZ von Herbst bis Frühling die Aussenluft zur energielosen Kühlung benützen können, wenn diese weniger als 11 Grad beträgt.
 
Damit und mit dem vermehrten Einsatz von Flash-Disks als Ersatz für Harddisks wird man den Energieverbrauch nach einem Jahr um etwa 40 Prozent senken können, so Amaru in seiner Präsentation. (hc)
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