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Freitag, 11.05.2012
Hewlett-Packard lanciert Cloud-Dienste

Seit gestern ist HPs "Public Cloud" in einer Testphase für das allgemeine Publikum verfügbar. Ein virtueller Server kostet ab vier US-Cents pro Stunde. Noch wenig Betriebssysteme.
 
Seit gestern kann man von Hewlett-Packard Rechen- und Speicher-Kapazität sowie Bandbreite "on demand" aus einer Computer-Wolke beziehen. Der Computerkonzern tritt damit gegen Konkurrenten wie Google oder Amazon an.
 
HP bietet eine ganze Reihe von "Produkten" oder "Services" aus seiner Cloud heraus an: Es gibt Rechenkapazität (HP Cloud Compute), Speicherkapazität für Backup und Archive (HP Cloud Object Storage), Storage für statische Daten, die rasch über Internet geliefert werden müssen und die deshalb weltweit von Akamai gespiegelt werden (HP Cloud CDN), persistente, virtuelle Speicher-Volumes für transaktionale Anwendungen (HP Cloud Block Storage), eine virtuelle Datenbank (HP Cloud Relational Databse for MySQL) sowie eine Lösung für das zentrale Managen der User der Cloud-Services.
 
Wie 'The Register' schreibt, baut die HP "Public Cloud" nicht auf HPs Blade-Server-Systemen, sondern auf ProLiant-Servern und HP-Switches auf. Auch gibt es erst wenige Linux-Derivate, so einige Ubuntus, Debian, CentOS und Fedora als Betriebssysteme für die virtuellen Server, nicht aber HP Unix, Solaris oder Windows Server. Die Virtualisierung der Server wird mit dem Open-Source-Hypervisor KVM gemacht.
 
Die Preise für die Cloud-Dienstleistungen, die vorerst wohl vor allem für das rasche Beziehen von virtuellen Servern in Software-Projekten benützt werden, beginnen bei 4 US-Cents pro Server. Bei diesem Preis gibt es einen Server mit einem (virtuellen) GB RAM, mit einem (virtuellen) Prozessor-Kern und einem (virtuellen) 30-GB-Harddisk. Ein richtig grosser "Server" mit 32 GB RAM, 8 Kernen und 960 GB-Harddisk kostet 1.28 Dollar pro Stunde.
 
Zwei weitere Preis-Beispiele: HP Object Storage kostet 12 US-Cents pro GB und Monat wenn man weniger als 50 TB Speicher benötigt. Speichert man statische Daten für das Web bei HP und Akamai, so kostet der Datentransfer nach aussen 16 US-Cents pro Gigabyte und Monat, wenn man weniger als 10 TB ins Web sendet. Das Hochladen der Daten aus der HP-Cloud in den verteilten Speicher bei Akamai kostet hingegen nichts.
 
Während der Test-Phase des Dienstes bietet HP den Kunden 50 Prozent Rabatt an. (hc)
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Kommentare:
Marky Goldstein 12.05.2012 09:20 Ja, die Cloud ist eben eine Linux-Wolke. Windows ist auch bei Amazon benachteiligt. Microsoft ist auch in der Cloud teurer als Linux. Die New Economy 3.0 setzt auf Unix-Derivate (Android, Mac OS X, Red Hat, Ubuntu, Solaris, etc.).
 
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