EKZ kauft Smart Meters für 13 Millionen Franken

Knapp zwei Jahre nach dem Beginn des Pilotprojekts in Dietikon entscheiden sich die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich für Smart Meters von Landis+Gyr und Elster.
 
Moderne Stromzähler sind "intelligent". Sogenannte Smart Meters werden von Mikroprozessoren gesteuert und zeigen den Stromnutzern den genauen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit an. In der Schweiz haben bereits einige Stromproduzenten Pilotprojekte durchgeführt und festgestellt, dass mit Smart Meters Strom gespart werden kann. Der Kanton Zürich macht nun Nägel mit Köpfen: Vor wenigen Tagen vergaben die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) einen millionenschweren Auftrag für Smart Meters an Landis+Gyr und Semax, beide mit Sitz in Zug.
 
EKZ-Mediensprecherin Priska Laïaïda spricht gegenüber inside-it.ch von einer "moderaten Einführung von Smart Metering". Insgesamt werde man über zwei Jahre verteilt 53'000 Zähler beschaffen. Im Rahmen der WTO-Ausschreibung erhält Landis+Gyr einen Zuschlag im Wert von knapp 11,2 Millionen Franken für 41'000 sogenannte PLC-Systeme und 2'000 GPRS-Zähler (Mengen für zwei Jahre). Semax, ein Vertriebspartner des deutschen Smart-Meter-Herstellers Elster, liefert weitere 10'000 PLC-Zähler im Wert von 1,7 Millionen Franken. Geplant sei, die jährlich zirka 6000 Neubauten im EKZ-Versorgungsgebiet auszurüsten sowie ältere elektronische Zähler zu ersetzen.
 
Die EKZ, die zu den grössten Schweizer Energieversorgern gehören, hatten seit Mitte 2010 in Dietikon ein Smart-Metering-Pilotprojekt mit Geräten von Landis+Gyr durchgeführt. Landis+Gyr gehört mittlerweile zum japanischen Toshiba-Konzern. EKZ-Sprecherin Laïaïda betont, dass die nun beschafften Zähler anfänglich als "normale" Zähler eingesetzt werden sollen, erst ab 2013 dürften auch die "smarten" Funktionen zum Einsatz kommen. In 15 bis 20 Jahren soll es im gesamten Versorgungsgebiet nur noch Smart Meters geben - 330'000 an der Zahl. (Maurizio Minetti)