Leichtes Spiel für EDA-Hacker

Das Aussendepartement bleibt löchrig - wieder Daten gestohlen.
 
Offenbar ist es nicht so schwer, das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) erfolgreich zu hacken. Wie die 'SonntagsZeitung' meldet, haben es Cyberkriminelle erneut geschafft, sich Zugang zum Netzwerk des Aussendepartements zu verschaffen. Bereits 2007 und 2009 war es Kriminellen gelungen, das EDA erfolgreich anzugreifen. Auch im jüngsten Fall sind "Daten" gestohlen worden, wie das EDA bestätigt, allerdings ohne Einzelheiten zu verraten.
 
Die Bundesanwaltschaft (BA) hat vor einigen Wochen ein Verfahren aufgenommen. Realistischerweise besteht aber wohl wenig Hoffnung, dass die Täter gefunden werden: Das Verfahren wegen nachrichtendienstlicher Tätigkeit, das die BA nach dem Angriff aufs EDA vom Oktober 2009 eröffnet hatte, läuft noch immer.
 
Die Schweizer Cyber-Defense-Strategie ist Sache des Verteidigungsministeriums VBS. VBS-Vorsteher Ueli Maurer war im April mit einer ersten Fassung der Strategie bei den anderen Departementen auf Ablehnung gestossen. Das Thema dürfte nun wieder aktuell werden. (mim)