- Drei-Mal-Klick/Drück-Regel missachten
Webcontent, der auf einen Notebook-Bildschirm passt, passt nicht unbedingt auch auf den kleinen Screen eines mobiles Geräts. Inhalte müssen oft geändert beziehungsweise vereinfacht werden.
User haben sich oft bestimmte Bedienungsweisen für ihr Gerät angewöhnt. Apps sollten die Anwender nicht zwingen, diese zu ändern. Wer beispielsweise "Autocomplete" abgestellt hat, mag die Funktion offensichtlich nicht. Eine App sollte solche Einstellungen beachten.
Mobile Apps müssen wie normale Apps Security-Regeln beachten. Userauthentisierung, Verschlüsselung und sichere Logins sollten Teil der Architektur jeder App sein.
Um die Navigationselemente auf Standardwebsites, beispielsweise den "Zurück"-Button, zu erreichen, müssen mobile User oft viel scrollen, nach unten oder oben oder sogar seitwärts. Navigationselemente sollten bei mobilen Apps und Seiten jederzeit sichtbar bleiben.
Auch wenn man Regel 1 beachtet hat: Die allerwichtigsten Funktionen einer App sollten auch ganz oben in der Navigationshierarchie, möglichst schon über den Startscreen, erreichbar sein.
Viele mobile Geräte haben auch heute noch keine hohen Bildschirmauflösungen. Wenn man auf solchen Geräten zuviel Text auf einem Bildschirm oder zu grosse Bilder präsentieren will, wird das Resultat oft unleserlich oder unansehnlich.
Auf vielen Smartphones ist es ziemlich diffizil, den Cursor genau dort in einem Wort zu platzieren, wo man etwas falsch geschrieben hat. Apps sollten deshalb zwei verschiedene "Zurück"-Buttons haben, einen, der Geschriebenes gleich löscht und einen, der nur den Cursor verschiebt.
Mobile Geräte sind – eben mobil. User brauchen sie oft auch im Freien, wo aber beispielsweise Sonnenlicht die Leserlichkeit stark einschränkt. Apps können dem angepasst werden, zum Beispiel indem die wichtigen Texte fetter dargestellt werden.
Auch auf einem normalen PC nervt es, wenn man schon gemachte Eingaben wiederholen muss, weil man die Seite verlassen oder einen Fehler gemacht hat. Auf Smartphones ist das noch schlimmer. Mobile Apps sollten zudem unvollständige Eingaben auch dann speichern, wenn dem Gerät der Strom ausgeht oder wenn es der User abstellen muss. (Hans Jörg Maron)
