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Montag, 09.07.2012
Frankreichs handyfreier Freitag

Eine Störung legte das Mobilnetz von Orange/France Télécom am Freitag zwölf Stunden lang lahm.
 
Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als es noch keine Handys gab? Einige Dutzend Millionen Franzosen wurden am Freitag für mehr als 9 Stunden zwangsweise in diese Zeit zurückgeworfen. Eine Panne legte am Freitagnachmittag das Mobilfunknetz von Orange in Frankreich weitgehend lahm. Von 15 Uhr Nachmittags bis kurz nach Mitternacht hatten Handy-Kunden laut Orange "grosse Schwierigkeiten" zu telefonieren oder SMS zu verschicken. Das mobile Internet funktionierte erst ab 3 Uhr 20 wieder normal.
 
Gemäss Orange führte eine Softwarepanne in in der grundlegenden Netzwerkinfrastruktur zum grossen Ausfall. Die genauen Gründe werden noch untersucht.
 
Dass das Netz am Freitagnachmittag und –Abend ausfiel, minderte die Folgen zumindest für viele Unternehmen. Firmen, die von Handys abhängig sind, beispielsweise Taxiunternehmen, waren aber teilweise komplett lahmgelegt. Orange hat seinen Kunden mittlerweile verprochen, dass sie das Mobilnetz als Kompensation für den Ausfall einen Tag lang gratis nützen können.
 
Als Notbehelf telefonierten einige Orange-Kunden über die Mobilnetze der Konkurrenz, die meisten griffen wieder einmal zum Festnetz. Aber manche Unternehmen waren darauf nicht gut vorbereitet. Sogar bei Orange beziehungsweise der Muttergesellschaft France Télécom selbst gab es deshalb Verzögerungen bei der Mobilisierung von Technikern und anderem wichtigem Personal, das sich bereits ins Wochenende verabschiedet hatte. So hielt sich laut 'Wall Street Journal' der CEO Stéphane Richard gerade in seinem Landhaus auf, als der Ausfall geschah. Dessen Festnetznummer allerdings war nirgends registiert. (Hans Jörg Maron)
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