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Montag, 09.07.2012
Insieme: Auch Technikchef muss gehen

Viele Insieme-Projektverantwortliche wurden ohne die nötige WTO-Ausschreibung angestellt. Einige mussten bereits den Stuhl räumen.
 
Das Köpferollen bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) geht weiter. Nachdem die vielen Unregelmässigkeiten rund um das Software-Projekt Insieme zum Rücktritt von Direktor Urs Ursprung und zur Entlassung des Chefs des Leistungsbezugs Informatik (LBO) geführt haben, musste nun auch der Chef Technik Ende Juni den Stuhl räumen, wie gestern die Zeitung 'Sonntag' berichtete. Grund dafür ist der Umstand, dass seine Stelle ohne WTO-Ausschreibung vergeben wurde - der Entwicklungschef musste aus dem gleichen Grund gehen.
 
Darüber hinaus droht weiteren vier bis fünf Experten das gleiche Schicksal, denn auch sie wurden ohne WTO-Ausschreibung angestellt. Wie der 'Sonntag' schreibt, dürfte der Gesamtprojektleiter "trotz gesetzeswidriger Anstellung" noch bleiben, damit das 150 Millionen teure Projekt "nicht vollends abstürzt".
 
Standard- oder Individuallösung?
Darüber hinaus schreibt die Zeitung über eine kontroverse Frage anlässlich des Neustarts des Projekts vor einem Jahr. Offenbar war damals schon klar, dass eine Standardlösung gegenüber der aktuell im Fokus stehenden Individuallösung von Vorteil gewesen wäre. Die ESTV meint, es gebe gute Argumente für beide Varianten. "Die Ablösung der alten Systeme muss auf jeden Fall passieren – egal ob mit Standard- oder einer Individualentwicklung", wird ein ESTV-Sprecher im 'Sonntag' zitiert. (mim)
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