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Dienstag, 10.07.2012
Eurokrise trifft Asiens IT-Anbieter

Indiens Outsourcing-Industrie übt sich im Däumchen drehen. Südkoreas IT-Exporte sind rückläufig.
 
Die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage in Europa und in den USA trifft auch die indischen IT-Anbieter. Die vier grössten lokalen IT-Outsourcer hätten in den letzten sechs Monaten einen markanten Rückgang von Aufträgen aus Europa und den USA festgestellt, berichtet heute 'The Times of India'. Das Projektgeschäft habe sich in den letzten Jahren kontinuierlich abgeschwächt und man erwarte, dass die Krise auch in den nächsten Quartalen weitergehe. Schwergewichte wie Infosys und Wipro haben ihre Umsatzerwartungen stark zurückgeschraubt.
 
Die indischen IT-Outsourcer leiden vor allem unter dem rückläufigen Geschäft aus dem Telekomsektor. So haben Firmen wie BT, Nokia Siemens, AT&T oder Alcatel-Lucent ihre Projekte gestutzt oder auf Eis gelegt. Den Software-Ingenieuren wird nun offenbar nahegelegt, ihre Stelle zu kündigen.
 
Nicht nur Indiens Outsourcing-Industrie leidet unter den fehlenden Ausgaben aus dem Westen. Auch in Südkorea stellt man einen Rückgang fest. Aus Südkorea stammen einige der zurzeit aufstrebenden Technologiefirmen, allen voran Samsung. Doch die IT-Exporte sanken laut einer lokalen Nachrichtenagentur in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent. Grund dafür seien die schwache Nachfrage der Konsumenten in Europa sowie der Preiszerfall im Halbleiter- und Display-Segment.
 
Allerdings glauben Marktforscher, dass sich die Situation zumindest in Südkorea bis zum Ende des Jahres verbessern wird und letztlich der Exportumsatz auf der Höhe des Vorjahres liegen wird. (mim)
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