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Donnerstag, 19.07.2012
IT-Personalverleih: BIT erteilt Grossauftrag

Vier IT-Personalverleiher erhalten Zuschläge für die Periode 2012 - 2016. Gesamtvolumen liegt bei knapp 28 Millionen Franken.
 
Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) hat im Juni verschiedenen Firmen Zuschläge für den Personalverleih von IT-Spezialisten für die Periode 2012 - 2016 vergeben. Die öffentliche Ausschreibung erfolgte im Januar. Einen Zuschlag erhalten haben die Firmen GHR Intext und ITech Consult in Baar, Randstad Schweiz aus Zürich sowie IQ Plus mit Sitz in Winterthur. Das Volumen pro Unternehmen beträgt jeweils rund sieben Millionen Franken. Das Gesamtvolumen liegt bei 27,9 Millionen Franken.
 
Mit jedem Unternehmen wird im Umfang der publizierten Beträge jeweils ein Vertrag von bis zu 50'000 Arbeitsstunden (je Anbieter) abgeschlossen. Es besteht jedoch keine Bezugspflicht in diesem Umfang. Spezifische Projekte, Funktionen und Vorhaben in bestimmten Technologiebereichen werden weiterhin separat öffentlich ausgeschrieben und beschafft, erklärt das BIT auf Anfrage von inside-it.ch.
 
Personalverleih-Leistungen früher ohne Ausschreibung
Dass Personalverleih-Leistungen öffentlich ausgeschrieben werden, ist relativ neu. Am 1. Januar 2010 trat die Revision der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen (VöB) in Kraft. Unter anderem wurde damit festlegten, dass Personalverleih-Leistungen neu nach den Regeln des 3. Kapitels der VöB auszuschreiben sind, auch wenn sie nicht vom WTO-Übereinkommen erfasst sind. Vor dieser Änderung mussten Personalverleih-Leistungen nicht öffentlich ausgeschrieben werden. Wenn nun solche Ausschreibungen nach dem 3. Kapitel VöB erfolgen, wird der Zuschlag mit der Publikation unmittelbar rechtskräftig. Ein solcher Zuschlag kann also nicht mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht angefochten werden, wie es bei WTO-Zuschlägen der Fall ist.
 
Zuvor, in der Periode 2007 - 2011, hatte das BIT 23 Personalverleih-Ausschreibungen durchgeführt. Um für jede einzelne öffentliche Ausschreibung grössere Aufträge abzuwickeln und somit von günstigeren Konditionen zu profitieren, die Flexibilität zu erhöhen und den erheblichen Ausschreibungsaufwand zu minimieren, habe das BIT seine Ausschreibungspraxis und Prozesse nun angepasst. Dies konkretisiere sich nun zum Beispiel in der soeben abgeschlossenen Ausschreibung mit den vier Zuschlägen, so das BIT. (Maurizio Minetti)
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Kommentare:
Peter Müller 20.07.2012 17:50 Verzerrte Welt!
In den 90er Jahren konnte ich als Einzelunternehmer für Bundesämter gute Dienstleistungen in freihändiger Vergabe erbringen.
Das ermöglichte mir guten Mittelstand und ich hätte nie Folgeaufträge erhalten, wenn der Kunde nicht zufrieden gewesen wäre.
Heute?
Geht nicht mehr. Ich muss mich an eine der vier genannten Firmen halten und verdiene dann nur noch die Hälfte, weil die andere Hälfte von diesen Firmen beansprucht wird.
Wo liegt jetzt der Vorteil für die öffentliche Hand?
Wieder ein Mittelständler weniger, grosse Firmen kommen zum Zug.
Ob die Tarife in diesem Falle niedriger und die Qualität der Dienstleistung höher sind als nach den alten Verfahren?
Ob sich das Einkommen wohl auch so gut verteilt wie vorher?
Denke daran: ein Franken, vom Staat ausgegeben, ergibt im Durchschnitt 7 Franken Beitrag zum jährlichen Bruttosozialprodukt!
Peter
Ueli Liechti 17.12.2012 19:15 Leider führt das Ganze zu höheren Kosten für den Steuerzahler und der Dienstleister erhält schlussendlich für seine geleisteten Arbeiten erheblich weniger. Das hat einen grossen Einfluss auf die geleistete Qualität. Also eine klassische Lose-Lose Situation.
 
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