Technologie-Partner
Gold-Sponsor:
Freitag, 20.07.2012
Datenschützer geht gegen moneyhouse.ch vor

Superprovisorische Massnahmen aufgrund der Veröffentlichung von Privatadressen.
 
Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) Hanspeter Thür hat gemäss einer Mitteilung vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVGer) superprovisorische Massnahmen gegen die Veröffentlichung von unzähligen Privatadressen auf moneyhouse.ch beantragt. Das BVGer habe diesem Begehren entsprochen und das Anbieten dieser Personensuche per sofort untersagt.
 
Wie Thür erklärt, veröffentlicht der Betreiber von moneyhouse.ch, das Unternehmen Itonex in Rotkreuz, seit einigen Wochen die Privatadressen von zahlreichen Personen online und zur freien Einsicht. Die betroffenen Personen - auch solche, die ihre Adresse gesperrt haben - wissen nichts davon. Zahlreiche besorgte Privatpersonen wandten sich laut der Mitteilung an den EDÖB, der eine Sachverhaltsabklärung einleitete und von Itonex forderte, die Personensuchfunktion bis spätestens 19. Juli 2012 mittags vom Netz zu nehmen.
 
Itonex habe aber auf diese Aufforderung nicht reagiert. Darauf gelangte der EDÖB an das Bundesverwaltungsgericht und beantragte, den Dienst der Personensuche superprovisorisch (also ohne vorgängige Anhörung der Gegenpartei) per sofort zu untersagen. Das BVGer entsprach heute dem Begehren und verpflichtete Itonex ausserdem, die Betreiber von Internetsuchmaschinen anzuweisen, gespeicherte Adressdaten zu löschen.
 
Der EDÖB werde die Personendatenbearbeitungen bei moneyhouse.ch im Rahmen der nun eröffneten Sachverhaltsabklärung "genauer unter die Lupe nehmen", heisst es in der Mitteilung. (mim)
Kommentar schreiben
 
Newsletter abonnieren
E-Mail-Adresse
HOT Stories
Neu auf altText
Kolumnen
Features