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Dienstag, 24.07.2012
Contrinex: Entlassungen nach SAP-Projekt

Beim Fribourger Sensorenhersteller Contrinex müssen nach der Einführung von SAP Business All-in-One aus Kostengründen rund ein Dutzend Personen gehen. Man hat nicht bemerkt, dass zu viel Material bestellt wurde.
 
Das ist der Super-GAU für jedes Unternehmen: Der Sensorenhersteller Contrinex mit Sitz in Givisiez (FR) geriet nach der Einführung von SAP derart in finanzielle Schieflage, dass nun aus Geldnöten elf Angestellte entlassen werden mussten. Wie heute die 'Freiburger Nachrichten' berichten, liegt der Grund bei einem "fatalen Fehler" bei der Einführung von SAP.
 
Zu viel bestellt
"Es ist ungerecht. Mir tut es leid, dass unsere Leute für Fehler büssen müssen, die sie nicht verschuldet haben", wird Annette Heimlicher, Tochter des Firmengründers Peter Heimlicher, im Zeitungsbericht zitiert. Man habe bei der Einführung einer neuen SAP-Software nicht bemerkt, dass viel zu viel Material bestellt wurde. Gleichzeitig müsse zurzeit zwanzig Prozent weniger produziert werden.
 
SAP Business All-in-One im Rekordtempo eingeführt
Contrinex beschäftigt weltweit 550 Personen. Aufgrund des starken Frankens hat das Unternehmen letztes Jahr als erste Freiburger Firma Arbeitsplätze gestrichen. Dieses Frühjahr hatte Contrinex die erfolgreiche Einführung von SAP Business All-in-One im Schweizer Hauptsitz sowie in den Produktions-Gesellschaften in Ungarn, Brasilien, China und der Schweiz auf einer Test-Webseite, die heute (August 2012) nicht mehr zugänglich ist, noch gelobt.
 
Die Implementierung habe weniger als acht Monate gedauert, was wohl rekordverdächtig sei, hiess es damals. Man schaffe so eine weltweite Transparenz der Lieferkette mit permanentem Monitoring des Wertschöpfungsfortschritts. Dies sei eine Basis zur verbesserten Lieferfähigkeit für den Kunden. (mim)
 
(Dieser Artikel wurde nachträglich (am 10.8.2012) verändert.)
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Kommentare:
Peter Müller 25.07.2012 08:21 Alles wird teurer; nur die Ausreden werden immer billiger…
Aerni Hans 25.07.2012 13:26 Nicht verwunderlich bei einem SAP-Projekt. Dies ist nicht das erste Mal, dass eine Firma fast Konkurs geht, wenn sie SAP einsetzt. Rodenstock, etc. lassen grüssen. Und trotzdem finden sich immer wieder Firmenverantwortliche, die SAP einführen wollen. Dabei gibt es viele kostengünstigere und modernere Lösungen als Alternative. Anscheinend spielt hier der Lemming-Effekt. Einer machts vor und die andern springen hinterher.
 
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