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Mittwoch, 25.07.2012
ICT in der Schweiz - noch Potential

Die erste Studie des Seco über ICT in der Schweiz.
 
Die Schweiz muss sich im internationalen Wettbewerb sowohl auf der Ebene der privaten Güter- und Dienstleistungsproduktion als auch auf der Ebene der staatlichen Rahmenbedingungen und Institutionen (Standortwettbewerb) weltweit behaupten, wenn der Wohlstand aufrecht erhalten oder sogar erhöht werden soll. Somit kann sich die Schweiz im internationalen Vergleich keine Rückstände leisten.
 
Das wird im ersten 'eEconomy in der Schweiz: Monitoring und Report 2012' postuliert. Die Studie wurde vom Institut für Wirtschaftsstudien Basel im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) durchgeführt. Sie erfasst und beurteilt den Einsatz und die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) in verschiedenen Wirtschafts- und Verwaltungsbereichen der Schweiz. Das Seco verdeutlich mit dem ersten eEconomy Report zur ICT-Lage in der Schweiz - zwei Jahre nach der Gründung des "eEconomy Board" - dass sich das Sekretariat weiterhin um dieses Thema bemühen will.
 
Damit die Schweiz den Anschluss an die weltweite Spitze nicht verliert, seien Nutzer auf hervorragende ICT-Infrastrukturen "vor Ort" angewiesen, so die Studie. Nicht angewiesen sind sie dagegen auf eine Spitzenposition in der Produktion von international handelbaren ICT-Gütern und -Dienstleistungen (z.B. Hard- und Software, ICT-Beratungen, Hosting, Call-Centers), da diese importiert werden können.
 
Zu wenig gewichteter ICT-Sektor
Laut der eEconomy Studie ist der ICT-Sektor in der Schweiz statistisch zu eng eingegrenzt, und erscheint kleiner, als er in Wirklichkeit ist. Unternehmen beschaffen einen grossen Teil der ICT-Güter und -Dienstleistungen eingenständig, wobei diese Ressourcen der jeweilingen Branche statt dem ICT-Sektor zugerechnet werden. Trotz allem sei der Sektor volkswirtschaftlich wichtig, und habe sich in den letzten Jahren durch eine überdurchschnittliche Produktivitätsentwicklung hervorgehoben.
 
Schweizer E-Government steckt noch in Kinderschuhen
Obwohl die Schweiz punkto Infrastruktur und Ausstattung geradezu prädestiniert wäre, im E-Government eine Vorreiterrolle einzunehmen, gilt sie – vor allem im europäischen Vergleich – eher als E-Government-Nachzügler, so die Studie. Als Grund für diese Tendenz werden zwei Gründe genannt:
 
Erstens sei die Qualität der traditionellen Behördendienste in der Schweiz vergleichsweise gut durch die kleinteilige und föderale Struktur der Schweiz. Somit ist die Motivation für eine Digitalisierung der Verwaltungen klein - vor allem gemessen an den Hürden der Umsetzung. Und Zweitens wird der hohe Bedarf an Koordination zwischen und innerhalb der föderalen Ebenen als Hindernis genannt.
 
Die Schweiz konnte zwar im internationalen Vergleich im letzten Jahr aufholen - hat aber noch immer Luft nach oben. (lvb)
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