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Donnerstag, 26.07.2012
Alcatel-Lucent schreibt Verlust und streicht Jobs

Nochmal 5000 Stellenstreichungen bei Alcatel-Lucent. Turnaround-Plan wird verschärft.
 
Der strauchelnde Telekom-Ausrüster Alcatel-Lucent schafft es auch nach sechs Jahren seit der Gründung nicht, langfristig profitabel zu bleiben. Wie schon die Vorabzahlen zeigten, schrieb das Unternehmen im vergangenen Quartal erneut rote Zahlen. In der heute publizierten Mitteilung musste das Unternehmen zudem einen weiteren Stellenabbau bekannt geben: 5000 Jobs sollen weltweit gestrichen werden.
 
Inwiefern auch die Schweizer Niederlassung betroffen sein wird, ist noch nicht bekannt. Hierzulande arbeiten bei Alcatel-Lucent derzeit noch 650 Personen. Nach dem Abschluss des Huawei-Sunrise-Deals im September werden es nur noch rund 400 sein. Ausserdem ist derzeit der Alcatel-Lucent-Kunde Orange dabei, einen neuen Service-Partner zu evaluieren.
 
Kosten sparen
Gemäss den definitiven Zahlen schrumpfte der Umsatz im Jahresvergleich um 7,1 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro - in Europa gar im zweistelligen Prozentbereich. Auf bereinigter Basis betrug der Nettoverlust konzernweit 221 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 82 Millionen Euro im Vorjahr. Der bereinigte operative Verlust lag bei 31 Millionen Euro, verglichen mit einem Gewinn von 87 Millionen Euro im Vorjahr.
 
Das neue Kostensenkungsprogramm soll die Ausgaben um weitere 750 Millionen Euro reduzieren, womit Alcatel-Lucent insgesamt 1,25 Milliarden Euro bis Ende 2013 sparen möchte. Teil des Programms ist nicht nur der Abbau von Stellen, sondern auch der Plan, aus unprofitablen Managed-Services-Verträgen auszusteigen. Ausserdem werde man auch die Präsenz in gewissen Regionen überdenken, so Alcatel-Lucent. (mim)
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