Gericht pfeift EDÖB im Fall Moneyhouse zurück

Der Wirtschaftsauskunftsdienst Moneyhouse darf ab sofort die Suche nach Personen wieder anbieten. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht beschlossen. Noch im Juli hatte das Gericht auf Antrag des eidgenössischen Datenschutzbeauftragten Moneyhouse superprovisorisch befohlen, die Personensuche zu sperren.
 
Das Gericht vertritt nun die Auffassung, dass es genüge, wenn Moneyhouse sofort reagiert, wenn jemand die Löschung von persönlichen Daten verlangt.
 
EDÖB Hanspeter Thür sieht das nach wie vor anders. Es sei "inakzeptabel, dass Dienste wie Moneyhouse Adressen von Personen im Internet anbieten, die ihre Adresse ausdrücklich gesperrt haben", schreibt Thür in einer Mitteilung gestern. (hc)