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Mittwoch, 08.08.2012
Gericht pfeift EDÖB im Fall Moneyhouse zurück

Der Wirtschaftsauskunftsdienst Moneyhouse darf ab sofort die Suche nach Personen wieder anbieten. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht beschlossen. Noch im Juli hatte das Gericht auf Antrag des eidgenössischen Datenschutzbeauftragten Moneyhouse superprovisorisch befohlen, die Personensuche zu sperren.
 
Das Gericht vertritt nun die Auffassung, dass es genüge, wenn Moneyhouse sofort reagiert, wenn jemand die Löschung von persönlichen Daten verlangt.
 
EDÖB Hanspeter Thür sieht das nach wie vor anders. Es sei "inakzeptabel, dass Dienste wie Moneyhouse Adressen von Personen im Internet anbieten, die ihre Adresse ausdrücklich gesperrt haben", schreibt Thür in einer Mitteilung gestern. (hc)
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Kommentare:
Peter Tobler 08.08.2012 17:08 Ich bin ja wahrlich kein grosser Fan vom EDÖB. Seit seinem Engagement gegen Google Street View finde ich sein Handeln hauptsächlich medienwirksam. Als ob es datenschutztechnisch keine grösseren Probleme gäbe.
 
Hier aber ist es schon seltsam, dass Leute die ihre Adresse gesperrt haben (wo eigentlich?) sich nochmal extra bei moneyhouse.ch melden müssen, damit ihre Sperre dort innert tagesfrist auch durchgesetzt wird. Das wird dann wohl zur unendlichen Geschichte für Promis und Geheimniskrämer - wenn sie sich bei jedem Anbieter einzeln sperren lassen müssen.
 
Man kann sich einerseits fragen, wieso man seine Privatadresse in einem Register wie moneyhouse.ch überhaupt sperren lassen muss? Das sind wohl Daten, die im SHAB und anderen Quellen ebenfalls verfügbar sind?
 
Andererseits wäre es wohl im Sinne der Sache, wenn man auf einem zentralen Sperr-Register basieren würde. Einmal seriös prüfen ob eine solche Sperrung begründet ist und danach für alle anderen Anbieter entsprechend markieren/zur Verwendung sperren.
 
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