Victorinox ruft Taschenmesser mit Sicherheitszertifikat zurück

Der Schweizer Messerhersteller Victorinox muss eine kleine Niederlage einstecken. Kunden, die ein USB-Stick-Taschenmesser mit Sicherheitsfunktion besitzen, werden künftig keine Softwareupdates mehr erhalten. Laut Andreas Michaelis, weltweiter Marketing- und Vertriebsleiter bei Victorinox, werde auch die Produktion dieser Geräte eingestellt - nicht so Taschenmesser mit USB-Stick ohne Sicherheitsfunktion. Nun ruft das Unternehmen die USB-Stick-Messer zurück, die die Daten auf dem Flashspeicher verschlüsseln. Gegenüber inside-it.ch erklärt er, dass diese Rückruf-Aktion bis am 15. Oktober laufe. Die betroffenen Kunden bekommen entweder das Geld in bar oder ein Gerät ein der selben Preiskategorie zurück erstattet.
 
Laut Michaelis gab es zwei Gründe für diese Entscheidung. Erstens sei die Einführung neuer Software sehr schwierig und zweitens seien die Geräte mit Sicherheitsfunktionen allgemein zu teuer. Er sagt gegenüber inside-it.ch, dass es für Victrorinox mehr Sinn mache, Drittanbieter bei den Sicherheitsfunktionen zu unterstützen, als eine eigene Lösung dafür einzusetzen. Die Entscheidung sei Victorinox schwer gefallen.
 
Daten sichern!
Ausserdem rät Michaelis den Kunden, die Daten auf dem Stick bis am 15. September auf einem anderen Gerät zu sichern. Nach diesem Datum sei es schwieriger, die Daten des USB-Sticks-Taschenmessers zu sichten. Es sei aber, versichert der Marketing- und Vertriebsleiter, auch nach diesem Datum noch möglich, mit Hilfe des Kundendienstes auf die Daten zuzugreifen. (Linda von Burg)