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Mittwoch, 29.08.2012
75 Dollar für Microsoft pro PC und Jahr

Marc Weder Microsoft
Die Schweizer Niederlassung wird "Country of the Year" im ERP-CRM-Bereich und steigert den Umsatz um sieben bis acht Prozent. Endlich Lehrstellen.
 
"Wir mussten alle im August in die Ferien gehen, weil danach so viel los ist", sagte Microsoft-Schweiz-Chefin Petra Jenner heute Morgen an einem Medienanlass in Zürich. In der Tat: Microsoft wird mit dem Launch von Windows 8 am 26. Oktober, mit der neuen Version der Büro-Software Office 2013 gegen Ende Jahr und mit Windows Phone 8 womöglich schon in einer Woche eine wahre Produktlawine lostreten.
 
Mit den neuen Produkten (und zunehmend auch Online-Diensten) soll dann auch wieder das Umsatzwachstum angekurbelt werden. Im letzten Geschäftsjahr (bis 30.6.2012) steigerte Microsoft den Umsatz weltweit um nur 5,4 Prozent, hierzulande dürften es sieben bis acht Prozent gewesen sein. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2011 konnte Microsoft noch um 15 Prozent zulegen, ein Jahr zuvor ebenfalls.
 
Jenner durfte zwar keine absoluten Umsatzzahlen nennen, doch konnte uns der Kollege von der 'Computerworld' helfen. Microsoft Schweiz hat 2011 (also nicht im gleichen Zeitraum wie das Geschäftsjahr) etwa 875 Millionen Franken umgesetzt, wie in der nächsten Ausgabe der "Top 500", die in diesen Tagen erscheint, stehen wird.
 
Endlich Lehrstellen
Doch die Schweiz war auch letztes Jahr ein "Microsoft-Land" und die Walliseller Niederlassung errang in einem Microsoft-internen Ranking bezüglich Umsatz, Profitabilität, Kundenzufriedenheit und anderen Kriterien den zweiten Rang. Man kann dies aber auch so interpretieren, dass man in der Schweiz weiterhin bereit ist, (zu) hohe Preise zu bezahlen. So gibt man in der Schweiz gemäss Jenner pro PC 75 Dollar für Microsoft-Software aus. Höher ist diese Zahl nur im Hochpreisland Dänemark.
 
Äusserst gut ist offenbar auch das ERP-Business, wo Microsoft mit Dynamics CRM, NAV und AX unterwegs ist, gelaufen. Microsoft Schweiz wurde im Bereich Business Solutions zum "Country of the Year" gekürt.
 
Obwohl also die Schweizer Wirtschaft und die Einwohnerschaft heftig Microsoft-Produkte konsumieren, bot der Softwareriese bis letztes Jahr keine Lehrstellen an. Dies hat sich nun (endlich) geändert. Zur Zeit bildet Microsoft zwei Lehrlinge aus und weitere werden dazukommen. Jenner betonte ausserdem, dass man bereits seit längerem Praktikumsstellen für talentierte Hochschulabgänger anbietet.
 
17'000 Arbeitsplätze bei Hilti auf Office 365
Besonders erfolgreich war Microsoft Schweiz im rückläufigen Markt der Spielkonsolen, wo die XBox und inbesondere der Bewegungssensor Kinect sehr gut verkauft wurde, wie Jenner sagte. Ebenfalls gut gelaufen ist offenbar die Datenbank SQL Server. Angelaufen scheint auch das Business mit der Online-Office-Version Office 365. So hat sich der Liechtensteiner Konzern Hili für Office 365 entschieden, was Microsoft gerade noch rechtzeitig vor dem Ende des Geschäftsjahres verkünden konnte.
 
Wann kommt Surface?
Noch völlig offen ist, wann Microsoft den ersten eigenen PC, das "Surface"-Tablet, in der Schweiz auf den Markt werfen wird. Während Surface in den USA zusammen mit Windows 8 über einige wenige Kanäle (Microsoft-Shops und Online) erhältlich sein wird, weiss man noch nicht, wann das Gerät in der Schweiz auf den Markt kommt. Man werde erst "in den nächsten Tagen" wissen, wann das Gerätchen in der Schweiz zu kaufen sein wird, so Jenner.
 
Alles eins: Skype, Lync, Office
Ein Surface war heute Morgen im Zürcher Edelhotel Widder also nicht zu sehen. Dafür zeigte Marc Weder (Foto), der seit vier Jahren bei Microsoft Schweiz für das Office-Business verantwortlich ist, wie die künftige Bürosoftware auf allen möglichen Gerätchen eingesetzt werden kann. Weil die Daten auf privaten oder öffentlichen Computer Clouds gespeichert werden sollen, wird man keine "persönlichen Computer" mehr brauchen, sondern von überall her auf "sein Office" zugreifen können. Weder: "Der PC wird wissen, wer ich bin".
 
Ausserdem, so Weder, wird Microsoft die weit verbreitete Gratis-Kommunikationsplattform Skype sowie die VoIP-Plattform Lync noch tiefer in Office integrieren. Die Marktdurchdringung gerade von Skype ist riesig: Alleine in der Schweiz gibt es 1,2 Millionen aktive Anwender der Telefonielösung. (Christoph Hugenschmidt)
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