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Donnerstag, 30.08.2012
Oracle soll Itanium bis zum bitteren Ende treu bleiben

Anfang August hat ein kalifornischer Richter entschieden, dass Oracle mit seiner Entscheidung aus dem März 2011, keine Itanium-Versionen seiner Softwareprodukte mehr zu entwickeln, eine Vereinbarung mit HP gebrochen habe.
 
Wie aus dem gestern veröffentlichten endgültigen Urteil hervorgeht, will der Richter Oracle offensichtlich keinerlei Schlupfloch lassen. Oracle, heisst es darin, müsse seine Produkte nicht nur vorerst für Itanium fit machen, sondern dies auch in Zukunft noch so lange tun, bis HP sich selbst dazu entscheidet, den Verkauf seine Itanium-Serverlinie aufzugeben. Itanium-Kunden werden also auch längerfristig noch die neusten Versionen von Oracles Datenbank und anderen wichtigen Enterprise-Produkten darauf betreiben können, falls das Urteil so bestehen bleibt.
 
Der Richter hat zudem angeordnet, dass in einer zweiten Phase nun ein Geschworenengericht die Höhe einer allfälligen Schadensersatzzahlung von Oracle an HP bestimmen soll.
 
Oracle ist wie nicht anders zu erwarten äusserst unglücklich über dieses Urteil. Der Softwareriese hat bereits angekündigt, dass er das Urteil anfechten wird. Gleichzeitig versprach er aber, die Entwicklung von Itanium-Versionen, falls dies vom Gericht angeordnet wird, auch vor der Entscheidung über die Berufung wieder aufzunehmen. (hjm)
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