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Dienstag, 16.10.2012
Schweizer, ein Volk von Mobile-Usern

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie diesen Artikel auf ihrem mobilen und internetfähigen Gerät lesen, ist gross.
 
Gemäss einer repräsentativen Studie des Consultingunternehmens Accenture entwickelt sich die mobile Internetnutzung in der Schweiz weiterhin rasant. Mit dem Launch des ersten iPhones in der Schweiz vor vier Jahren begann der Trend, das Internet vermehrt über mobile Geräte zu nutzen. Anfang 2010 kam das iPad und heute gehen über drei Viertel der Internetnutzer in der Schweiz mobil ins Netz. Zu diesem Schluss kommt die Studie "Mobile Web Watch 2012". 2011 waren es noch 44 Prozent.
 
Wachstumspotenzial
Im Ländervergleich liegt die Schweiz mit 76 Prozent über dem Schnitt von 69 Prozent von Internetnutzern, die mobil online gehen. "Mittlerweile ist ein riesiger Markt für mobile Services und Apps rund um die Mobilfunkkunden entstanden", wird Jan Leitermann, Leiter des Bereiches Technology Solutions von Accenture in der Schweiz, in einer Mitteilung zitiert. "Davon könnten Unternehmen und Netzbetreiber noch stärker profitieren, indem sie ihren Kunden zum Beispiel Leistungen wie Cloud-Services und mobiles Bezahlen anbieten."
 
Tatsächlich bietet der Markt potenziell noch einige Wachstumsmöglichkeiten. Während die meisten User zum Beispiel Apps etwa für News herunterladen, werden Services für das Bezahlen von unterwegs nur gerade von 10 Prozent der Befragten genutzt. Immerhin 38 Prozent haben bereits Bank-Transaktionen mobil über das Internet durchgeführt. Doch dieser Wert liegt unter dem Schnitt von 46 Prozent. Ein Zeichen, dass im Bereich der mobilen Finanzservices noch Steigerungspotenzial vorhanden ist. Auch Cloud-Dienste oder Anwendungen für Augmented Reality könnten in Zukunft für Wachstum sorgen. Dass viele Schweizer ihr Smartphone eher als unsicheres Gerät empfinden, deutet darauf hin, dass auch der Markt für Security-Produkte Potenzial hat.
 
Preis für Schweizer nicht so wichtig
All diese Dienste bringen aber nichts, wenn die Infrastruktur für die mobile Internetnutzung vernachlässigt wird. Die Nutzer achten stark auf Qualität, Abdeckung und Geschwindigkeit des Netzes. Kosten für das mobile Surfen sind erst das vierte Entscheidungskriterium. Diese Einstellung ist den Telcos durchaus bewusst - nicht von ungefähr sind die Telekompreise in der Schweiz höher als im europäischen Ausland. Die meisten Befragten sind sogar bereit, für Zusatzdienste oder höhere Netzleistungen extra zu zahlen.
 
Fast die Hälfte der mobilen Internetnutzer in der Schweiz geht mit einem Apple iPhone online. Die Schweiz ist bekanntlich das Land mit der grössten "iPhone-Dichte" weltweit. 20 Prozent der Befragten nutzen ein Samsung-Gerät, 14 Prozent Nokia und 5 Prozent Blackberry. (mim)
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