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Dienstag, 23.10.2012
Open Source in der Schweiz: Die Fakten

Die Vorteile von Open Source Software sind vor allem: Offene Standards und keine Lizenzkosten. Doch es gibt auch Nachteile.
 
Heute ist in Zürich die neuste "Open Source Studie Schweiz" vorgestellt worden. Einige Eckpunkte sind bereits bekannt. So zum Beispiel, dass die grosse Mehrheit der befragten Firmen und Behörden bewusst Open Source Software (OSS) nutzen. Rund die Hälfte glaubt ausserdem, durch den Einsatz von quelloffener Software Kosten sparen zu können.
 
Die wichtigsten Vorteile...
Wie der breit abgestützten Studie nun weiter zu entnehmen ist, wird die Unterstützung von offenen Standards und Schnittstellen als wichtigster Vorteil von OSS erachtet. Dass durch den Einsatz von OSS keine Lizenzkosten entstehen, die Verhandlungsstärke höher ist und die Abhängigkeit von Lieferanten sinkt, spielt ebenfalls eine grosse Rolle. Weit weniger wichtig ist die erhöhte Stabilität oder die regionale Wertschöpfung durch lokale Open-Source-Anbieter.
 
Für Organisationen der öffentlichen Verwaltung ist die Unterstützung von offenen Standards der wichtigste Punkt, während Firmen der Privatwirtschaft gleichermassen die offenen Standards und die tieferen Kosten als Hauptvorteil betrachten. Einen markanten Unterschied zwischen den Sektoren gibt es bei der Frage, wie wichtig es ist, dass durch den OSS-Einsatz Innovation und Wettbewerb in der IT-Branche gefördert wird. 17 Prozent der Befragten der öffentlichen Hand finden dies wichtig, aber nur 7 Prozent der Unternehmen in der Informatik- und Telekommunikationsbranche. Umgekehrt spielt die Breite Community für Wissensaustausch (Lernmöglichkeiten) für Verwaltungen eine kleinere Rolle (7%) als für ICT-Firmen (12%) oder Firmen diverser Branchen (15%).
 
...und Nachteile
Als grösster Nachteil beim Einsatz von OSS wird "Keine oder unklare Lieferantenhaftung" angegeben. Danach folgen mangelnder kommerzieller Support und das Fehlen einer Enterprise-Version sowie die mangelnde Benutzerakzeptanz. Für die wenigsten ein Nachteil ist die mangelnde Unterstützung von Standards und Formaten. Sicherheitsbedenken sind auch eher kein Nachteil beim Einsatz von OSS. Der Verein /ch/open hat nun auf die aus der Studie hervorgegangenen wichtigsten Nachteile beim Einsatz von OSS reagiert und das seit 2004 bestehende OSS Directory neu auf www.opensource.ch integriert. Es wird am 29. Oktober 2012 aufgeschaltet.
 
Die Studie enthält noch viel mehr Material zum Thema Open Source in der Schweiz. Interessierte können sie hier herunterladen. (mim)
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