Lehrer sollen "programmieren lernen"

Zwei pädagogische Hochschulen setzen sich für informatische Grundbildung ein.
 
Informatik-Bildung soll möglichst früh beginnen - am liebsten schon im Kindergarten. Dieser Meinung sind viele Akteure aus der Schweizer Informatik-Szene. Auch Lehrpersonen sollen sich vermehrt mit Informatik auseinandersetzen. Sie sollen gar "programmieren lernen", wie die 'NZZ am Sonntag' gestern berichtete.
 
Die Hasler Stiftung investiere zwei Millionen Franken für eine Stiftungsprofessur an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW). Es sei die erste dieser Art in der Schweiz. Die Hochschule konnte für die Professur Alexander Repenning gewinnen, der im Januar 2014 seine Stelle antritt. Er soll den angehenden Lehrerinnen und Lehrern beibringen, wie sie Kinder "informatische Inhalte" lehren können. In Brugg will man die informatische Bildung künftig verpflichtend in die Ausbildung der angehenden Primarlehrer aufnehmen.
 
Laut dem Bericht könnte auch die Pädagogische Hochschule Zürich vor einer ähnlichen Entwicklung stehen. Rektor Walter Bircher wolle bis Ende Jahr ebenfalls eine Professur für informatische Bildung einrichten.
 
Derzeit wird intensiv über den Lehrplan 21 debattiert. Dort sind Computeranwendung und Medienkompetenz nur als überfachliche Kompetenz vorgesehen. Die Lobby derjenigen, die das ändern wollen, habe mit Professor Repenning prominente Verstärkung erhalten, so die 'NZZ am Sonntag'. (mim)