Politiker wollen E-Voting stoppen

Zwei Motionen von vier NationalrätInnen - JungpolitikerInnen wollen den Bundesrat zu mehr Vorsicht mahnen.
 
Fast wie ein Déjà-vu: Vier PolitikerInnen verlangen das Ende der E-Voting-Versuche. Die vier Mitglieder der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit, Isabelle Chevalley (Grünliberale), Balthasar Glättli (Grüne), Lukas Reimann (SVP) und Jean Christophe Schwaab (SP), wollen dem "Experiment" einen Riegel vorschieben.
 
Laut eigenen Angaben werden sie zwei Motionen einreichen, um den Bundesrat und die Bundeskanzlei in Sachen E-Voting zu mehr Vorsicht zu mahnen. E-Voting sei zu unsicher, so die Begründung. Als Beispiel dafür nennen sie die Sicherheitslücke, die in der Genfer E-Voting-Software aufgedeckt wurde. Was genau in den Motionen stehen wird, wird wohl am Montag an der einberufenen Pressekonferenz in Bern erklärt.
 
Mit der Kritik am E-Voting stehen die PolitikerInnen aber nicht alleine da. Die jüngste kommt von Niklaus Ragaz, ehemaliger Vorsteher des Amtes für Informatik des Kantons Bern und Direktor von Bedag Informatik. Seiner Meinung nach könne E-Voting niemals sicher sein. (lvb)