Adobe: Gewinn stürzt ab, Aktie steigt

Fürs dritte Geschäftsquartal 2013, das am 31. August zu Ende ging, vermeldet Adobe Systems im Vorjahresvergleich einen markanten Gewinnrückgang von 59 Prozent. Während man im Q3 2012 noch 201,4 Millionen Dollar Quartalsgewinn verbuchen konnte, liegt dieser ein Jahr später noch bei 83 Millionen (GAAP, Nettogewinn). Schuld daran war in erster Linie, dass der Umsatz mit Produktlizenzen um 28 Prozent sank - kein Wunder, denn die neuen Versionen von Photoshop & Co. gibt es nur noch im Abo. Zudem seien die Betriebskosten um 8 Prozent gestiegen.
 
Mit Services und Support nahm Adobe dagegen 17 Prozent mehr ein, und vor allem das Abo-Modell "Creative Cloud" geniesst beim Publikum offenbar mehr Resonanz als viele Wall-Street-Analysten erwarteten. Adobe konnte die Anzahl zahlender Creative-Cloud-Kunden seit dem zweiten Quartal um 331'000 steigern, heute verzeichnet das Unternehmen 1,013 Millionen Abonnenten der Kreativsoftwaresuite. Und auch bei den Cloud-basierten Marketing-Services habe der Umsatz gegenüber dem dritten Quartal 2012 um 28 Prozent auf knapp 255 Millionen Dollar zugelegt, teilt Adobe mit. Aus diesen Gründen stieg gestern auch die Adobe-Aktie nachbörslich um 5,6 Prozent auf 50,92 Dollar. (ubi)