Teurer und verzögert: PostFinance hält trotzdem an Tata-Projekt fest

Projekt Zukunft Zahlungsverkehr (ZZV) wird weitergeführt - und frühestens Ende 2017 abgeschlossen.
 
PostFinance hat mit seinem Vorhaben, die Zahlungsverkehrslösung von TCS BaNCS einzuführen, in jüngster Zeit einige Rückschläge erlitten. Doch die Führung hält am Projekt mit dem indischen IT-Riesen Tata Consultancy Services (TCS) fest. Wie die 'Berner Zeitung' am Wochenende berichtete, hat der Verwaltungsrat von PostFinance am Donnerstag entschieden, das Projekt Zukunft Zahlungsverkehr (ZZV) weiterzuführen. PostFinance-Sprecher Marc Andrey bestätigte den Entscheid gegenüber der Zeitung: "Es gab in den letzten Monaten intensive Diskussionen - nicht nur im Verwaltungsrat."
 
Wie Anfang dieses Jahres bekannt wurde, holte PostFinance beim IT-Consulter Accenture Hilfe, um das umfangreiche IT-Projekt zu stemmen. Bis auf weiteres bleiben die Berater von Accenture an Bord, schreibt die 'BZ'.
 
Angeblich soll das Projekt nun auch massiv teurer geworden sein. Mitte 2011 hatte eine indische Zeitung geschrieben, dass PostFinance mehr als 50 Millionen Dollar ausgeben werde. Die 'BZ' spricht nun von einem "dreistelligen Millionenbetrag", der von PostFinance aber nicht bestätigt wird. Immerhin räumt Sprecher Andrey ein: "Wir haben jetzt ein viel grösserer Softwareprojekt als zu Beginn. Es gibt Mehrkosten"
 
Mittlerweile heisst es, das IT-Projekt ZZV werde frühestens Ende 2017 abgeschlossen und damit mindestens ein Jahr später als ursprünglich angenommen. (mim)