Orange wird profitabler

Mehr Kunden, weniger Umsatz, trotzdem mehr Gewinn.
 
Laut heute veröffentlichten Zahlen musste Orange im letzten Jahr einen leichten Umsatzverlust in Kauf nehmen. Im Gegensatz zu den beiden Hauptkonkurrenten Swisscom und Sunrise konnte Orange aber trotzdem ein leichtes Gewinnwachstum verbuchen.
 
Der Gesamtumsatz von Orange lag 2013 bei 1,29 Milliarden Franken, was 2,4 Prozent weniger ist als 2012. Der operative Umsatz sank um 1,6 Prozent auf 1,19 Milliarden Franken. Der Gewinn, zumindest vor Zinsen, Abschreibern, Amortisationen und Steuern (EBITDA) stieg dagegen um zwei Prozent auf 345 Millionen Franken. Um Sondereffekte bereinigt ergibt sich laut Orange ein EBITDA-Wachstum von 6,9 Prozent auf 391 Miliionen Franken.
 
Laut Orange ist das Gewinnwachstum unter anderem auf eine gestiegene Zahl von Abokunden zurückzuführen. Da der PrePay-Markt an Momentum verloren habe, habe man die Postpaid-Aktivitäten verstärkt. Die Zahl der Abokunden kletterte dadurch um 6,2 Prozent auf 1,13 Millionen, während die Gesamtkundenzahl mit 2,15 Millionen in etwa stabil blieb.
 
Die Einnahmen pro Kunde wurden bei Orange auch durch den wachsenden mobilen Datenverkehr erhöht. Laut Orange hat sich der Anteil von "mittel- und hochwertigen" Datenpakete bei Neuabschlüssen im Vergleich zum Vorjahr verfünffacht. Der Anteil der Smartphone User unter den Orange-Kunden ist von 58 Prozent auf 67 Prozent gestiegen. (hjm)