Millionen-Verlust bei Telecom Liechtenstein, Abschreiber bei Deep

Telecom Liechtenstein hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Verlust von 6,5 Millionen Franken beendet. Das Ergebnis ist um 7,6 Millionen schlechter als im Vorjahr. Wie der Telco mitteilte, wurde das Ergebnis belastet durch Rückstellungen für die Sanierung der Pensionskasse der Staatsbediensteten sowie von einer Wertkorrektur auf den Goodwill bei der Tochterfirma Deep.
 
Weiter heisst es, das Ergebnis der gewöhnlichen Tätigkeit und somit der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sei positiv. Daran sei anzuknüpfen. Telecom Liechtenstein rechnet eigenen Angaben zufolge mit einem guten Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres.
 
Verkauf gescheitert
Telecom Liechtenstein hat ein unruhiges Geschäftsjahr hinter sich. Das Unternehmen hätte nach den Vorstellungen der Regierung an Swisscom verkauft werden sollen. Doch das Liechtensteiner Parlament, der Landtag, sträubte sich dagegen.
 
Wegen nur einer Stimme Differenz war das Parlament im Mai vergangenen Jahres nicht auf das Geschäft eingetreten. Swisscom hätte 75 Prozent des Liechtensteiner Telekomanbieters übernommen. Die Gegner des Verkaufs hatten argumentiert, die Infrastruktur in der Telekommunikation müsse in liechtensteinischem Besitz bleiben. (sda/mim)