Microsoft verbilligt Spezial-Support für Windows XP

Auch nach dem Ende des Supports für Windows XP haben noch viele Firmen und Verwaltungen das veraltete Microsoft-Betriebssystem im Einsatz. Damit sie nicht vollends im Regen stehen, bietet ihnen Microsoft als Übergangslösungen einen speziellen - aber teuren - Support samt Security-Updates an. Nun hat Microsoft die Preise für diese "Custom Support Agreements" (CSA) massiv gesenkt, wie die Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley schreibt. Microsoft bestätigte die Preissenkung, ohne aber auf Details einzugehen.
 
Der Softwarekonzern will offensichtlich nicht riskieren, dass grosse Kunden wegen ungepatchten XP-Computern Sicherheitsprobleme bekommen. Andererseits sind die Bedingungen für CSA restriktiv: Kunden müssen unter anderem beweisen, dass die Migration auf ein moderneres Windows im Gang ist. Der Spezial-Support ist also kein Freipass für (in den Augen von Microsoft) "ewiggestrige" Unternehmen.
 
Der Marktforscher Gartner schätzt, dass weltweit noch 20 bis 25 Prozent der Unternehmen XP-Computer im Einsatz haben. Eine Umfrage von inside-it.ch ergab, dass sich auch in der Schweiz einige Firmen und Verwaltungen noch nicht von XP verabschiedet haben. Hauptgrund dafür ist, dass Drittlösungen nicht mit neueren Betriebssystemen kompatibel sind. (mim)