Netzneutralität in den USA bald Vergangenheit?

Laut einem Bericht des 'Wall Street Journal' könnte die Netzneutralität auf der "letzten Meile", zumindest in ihrer strikten Form, in den USA bald der Vergangenheit angehören. Wie das 'Wall Street Journal' berichtet, will die US-Kommunikationsbehörde FCC heute einen Entwurf für eine neue Regelung veröffentlichen. Diese würde es Internet-Providern ermöglichen, den Traffic von bestimmten Inhalteanbietern bei der Lieferung an die Enduser gegen Extrabezahlung bevorzugt zu behandeln. Dies soll aber nur erlaubt sein, wenn gleichzeitig keine anderen Websites geblockt oder verlangsamt werden.
 
Das 'Wall Street Journal' erklärt dies zwar nicht explizit, aber eine solche "Fünfer und das Weggli"-Regelung ist eigentlich nur realistisch, wenn für den bevorzugten Traffic nur überschüssige freie Kapazitäten in einem Internetanschluss genutzt werden dürfen und ein Abonnent ansonsten weiterhin die von ihm abonnierte Bandbreite erhält.
 
Die FCC hatte eigentlich ursprünglich geplant, den ISPs eine strikte Netzneutralität aufzuerlegen. Einige Provider wie Verizon haben aber vor Gericht eine Klage gegen eine solche Regelung eingereicht und erhielten damit Recht. (hjm)