Doch keine "Überholspur" im Internet?

FCC rudert zurück: Pläne bezüglich Netzneutralität sollen abgeschwächt werden.
 
Die Diskussion um Netzneutralität tritt in den USA in eine heisse Phase. Die Federal Communications Commission (FCC) will ihre ursprünglichen laut dem 'Wall Street Journal' abschwächen. Nun soll sichergestellt werden, dass Unternehmen bei der Durchleitung von Daten nicht zwischen langsamen und schnellen Verbindungen unterscheiden dürfen. Die Idee einer solchen bezahlten "Überholspur" sorgte für Proteste in den vergangenen Tagen.
 
Noch ist aber noch nichts in Stein gemeisselt. Der FCC geht es offensichtlich darum, breite Abstützung für eine Lösung zu finden. Sie will unter anderem - so berichtet das 'Journal' unter Berufung auf Insider - eine Debatte darüber, ob Breitband-Internet als öffentlich relevante Infrastruktur betrachtet werden soll. Dies wiederum würde eine strengere Regulierung bedeuten. Die Netzbetreiber dürften aber gegen eine solche Neuordnung vor Gericht ziehen, schätzen Branchenexperten.
 
Amerikanische Telcos fordern schon lange eine Aufhebung des Prinzips der Gleichbehandlung des Datentransports im Internet. Dienste-Anbieter wie Facebook oder Google wehren sich aber dagegen, weil sie befürchten, dass sie wegen ihres hohen Datenaufkommens für besseren Traffic bezahlen müssten.
 
Die FCC wird am Donnerstag über die Vorschläge abstimmen. (mim)